Great Ocean Road

Roadmovie mit Meerblick

Wikipedia/By Stefan Schäfer, Lich - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62938526

400 Kilometer lang ist die berühmte Great Ocean Road entlang der wilden und windgepeitschten Südküste Australiens. Los geht es in der Nähe von Melbourne.

Erstklassige Surfspots wie Bells Beach liegen ebenso auf der Strecke wie das charmante Fischerdorf Port Fairy, das Städtchen Lorne mit seiner lebhaften Kunstszene und die zerklüfteten Kalksteinspitzen der Twelve Apostels, die hier aus dem Ozean ragen.

Wer sich die Bilderbuchküste aus der Vogelperspektive anschauen möchte, kann mit den Fliegern von 12 Apostles Helicopters in die Luft gehen und die Bay of Islands, die London Bridge und die gesamte Shipwreck Coast bis hin zu Australiens ältestem Leuchtturm am Cape Otway von oben bestaunen. Am Logans Beach in Warrnambool lassen sich zwischen Mai und September die Südkaper-Wale blicken, die in einer Bucht nahe der Küste kalben.

Regenwaldtouren und Vulkanabenteuer gilt es ebenfalls zu bewältigen, zum Beispiel bei einer Wanderung durch den Great Otway National Park mit seinen tosenden Wasserfällen und glitzernden Schluchten. Und an der gesamten Great Ocean Road gibt es Winzer, die ihre Weine direkt ab Keller verkaufen, zum Beispiel der Basalt Vineyard in der Weinregion Henty und das Bellbrae Estate in der Nähe von Bells Beach.

Die Extraportion Abenteuer

Der Otway Fly Treetop Walk ist ein 600 Meter langer Baumwipfelpfad, der sanft ansteigend durch den großartigen Baumbestand des Regenwalds führt. Adrenalinsüchtige können die Otway Fly Zipline-Tour machen und zwischen "Wolkenstationen" 30 Meter über dem Waldboden sausen. Für wandernde Abenteurer im Angebot: einsame Sandstrände, dichte Wälder und einige der höchsten Klippen Australiens entlang des 91 Kilometer langen Great Ocean Walk.

Safari-Feeling inklusive

 Bei einer Tour mit Seals by Sea lassen sich vor Cape Bridgewater Hunderte von Seebären bestaunen. In Queenscliff auf der Halbinsel Bellarine kann man mit Delfinen schwimmen. Am Kennett River und im Great Otway National Park kann man Koalas treffen und in Anglesea bei einer Partie Golf grasende Kängurus.

Authentisch schlemmen

Eine Tour auf der Great Ocean Road erfreut die Geschmacksnerven mit großartigem Essen und exzellenten Weinen. Wer Appetit auf Meeresfrüchte hat, sollte die Fischereigenossenschaft in Lorne besuchen und vom morgendlichen Fang der einheimischen Fischer kosten – die frischen Austern sind ein Muss. Himbeeren und Brombeeren kann man auf der Pennyroyal Raspberry Farm pflücken und Heidelbeeren auf der Shoebridge Blueberry Farm. In den Feinkostläden in Allansford, Timboon und Cooriemungle gibt es Gourmetkäse. Und entlang der gesamten Great Ocean Road finden sich Weingüter, die auch Direktverkauf anbieten, etwa Basalt Vineyard in der Weinregion Henty oder Bellbrae Estate in der Nähe von Bells Beach. Für ein exklusives Abendessen sollte man einen Tisch im Brae reservieren, das aus den besten Zutaten der Region ein wunderbares Menü zusammenstellt.

Anreise

Die Great Ocean Road beginnt anderthalb Autostunden (105 km/65 miles) vom Stadtzentrum Melbournes entfernt. Sie erstreckt sich über 400 Kilometer (249 Meilen) von Torquay bis nach Nelson an der Grenze zu South Australia.

Eine Reise in der Geschichte des Kontinentes

Die Geschichten der Aborigines verbinden die Landschaften entlang der Great Ocean Road, von den Wathaurong in Geelong bis den Gunditjmara im Westen. Einblicke vermitteln etwa das Narana Aboriginal Cultural Centre in Geelong, wo Besucher uralte Heilmittel entdecken und den Klängen des Didgeridoo lauschen. Das Kulturzentrum Brambuk in Halls Gap präsentiert faszinierende Malerei- und Skulpturenausstellungen an. Auf einer Tour im Grampians National Park sind 22.000 Jahre alte Felsmalereien zu bewundern. Und in Tower Hill bei Warrnambool – einem Naturschutzgebiet im Krater eines erloschenen Vulkans – kann man einen Spaziergang mit Aborigines unternehmen.

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