Great Barrier Reef

Korallenriff im Rekordformat

Wikipedia/Richard Ling, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78275

Über rund 2300 Kilometer erstreckt sich das größte Korallenriff unseres Planeten, das Great Barrier Reef an der belebten Ostküste Australiens und dem Bundesstaat Queensland vorgelagert.

Entdeckt wurde das Great Barrier Reef 1770 von dem britischen Seefahrer James Cook. 1981 folgte schließlich die Auszeichnung als Unesco-Weltnaturerbe. Im Great Barrier Reef waren die Bedingungen für Flora und Fauna stets hervorragend, weshalb sich dieses gigantische Riff so überaus artenreich entwickeln konnte. Neben 360 Arten von Hartkorallen haben 80 Species von Weichkorallen, 1500 Fischarten, 1500 Schwammarten sowie Hunderte bis Tausende Arten von Weichtieren, Stachelhäutern und Seetang in dem gigantischen Riffsystem eine Heimat gefunden. Daneben kommen hier sechs der sieben Meeresschildkrötenarten vor und außerdem diverse Arten von Walen und Haien sowie Seekühen.

Dennoch ist das artenreiche Gebiet aufgrund zahlreicher Faktoren in seiner Existenz bedroht. Korallenriffe sind empfindliche Ökosysteme, die nur unter bestimmten Bedingungen gedeihen können. Jede Veränderung der Umweltbedingungen kann zu Schäden oder sogar zum Absterben des Riffs führen. Korallen können nur in einem limitierten Temperaturbereich zwischen 18 und 30°C wachsen und überleben. Steigt die Wassertemperatur über einen längeren Zeitraum an, so wird der Algenbewuchs abgestoßen. Es kommt zur sogenannten Korallenbleiche und die Korallen sterben ab. Denn die sensiblen Tiere gehen eine lebensnotwendige Symbiose mit bestimmten Arten von Algen ein, die für die Versorgung mit Nährstoffen sowie für die Farbgebung der Korallen verantwortlich sind.

Lage

Das Great Barrier Reef liegt im Südpazifik, nordöstlich vor Australien, an der Küste des Bundesstaates Queensland und verläuft am östlichen Rand des australischen Kontinentalsockels. Es erreicht mittlerweile eine Länge von über 2300 Kilometern, hat eine Fläche von fast 35.0000 km² und besteht aus ungefähr 2900 einzelnen Riffen, einer Vielzahl von Sandbänken sowie aus etwa 1000 Inseln, von denen die Whitsunday Islands mit dem traumhaften Whitehaven Beach am bekanntesten sind. Die Übernachtungsmöglichkeiten reichen vom Fünf-Sterne-Hotel bis zum Campingplatz in freier Natur. Auf den Hayman, Heron und Lizard Islands gibt es erstklassige Urlaubshotels und beste Tauchreviere.

Es muss nicht immer Tauchen sein

Hubschrauberrundflüge gehen über den Daintree Rainforest und das Great Barrier Reef bis nach nach Green Island. Das Heart Reef in den Gewässern der Whitsundays lässt sich ebenfalls per Hubscharuber oder auch mit dem Wasserflugzeug erkunden. Und von Cairns oder Port Douglas steuern Luxuskatamarane das äußere Great Barrier Reef an. Dreitägige Premiumkreuzfahrten führen von Cairns nach Townsville. Die Urlauberhotels etwa auf Hamilton oder Daydream Island bieten außerdem Parasailing, Schnorcheln und Kajakfahren, Buschwandern und Angeltouren an.

Gut zu wissen

Segler können auf Hamilton Island oder in Airlie Beach Boote chartern und in den türkisblauen Gewässern der Whitsundays kreuzen. Zur Krönung gibt es malerische Ankerplätze wie Whitehaven Beach, Cid Harbour und Butterfly Bay. Und unterwegs harren Unterwasserschönheiten wie die Korallenriffe von Black, Langford und Bird Island der Entdecker. Darüber hinaus lassen sich auch Boote mit erfahrener Besatzung chartern.

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