Assuan-Staudamm

Mammutprojekt am Nil

Wikipedia/Olaf Tausch, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18791207

Die größte Staumauer der Welt war lange Zeit der Assuan-Staudamm, mit dem der Nil zum Nassersee aufgestaut wurde. Bevor das gigantische Bauprojekt 1970 fertig wurde, mussten berühmte Denkmäler wie der Tempel von Abu Simbel umgesetzt werden, um sie vor den Wassermassen zu schützen.

Schon 1902 war in Assuan der erste Staudamm gebaut worden, und zwar von den Engländern. Etwa sieben Kilometer weiter wurde dann ab 1960 zehn Jahre lang am neuen, vier Kilometer langen Assuan-Hochdamm gebaut. Der Stausee, der so entstand, bringt es auf mehr als 500 Kilometer Länge, wobei 350 Kilometer auf den Nassersee und 150 Kilometer auf den Nubia-See im Sudan entfallen.

Der Stausee ist bis zu 35 Kilometer breit und soll der drittgrößte der Welt sein. Um die Wasserversorgung ging es beim Bau ebenso wie um die Stromerzeugung. Zudem wurden mehr als 500.000 Hektar für die landwirtschaftliche Nutzung gewonnen.

Internationale Aufmerksamkeit erzielte insbesondere die Umsetzung des Tempels von Abu Simbel. Neue, höher gelegene Standorte bekamen auch der Tempel von Philae auf der Insel Agilkia sowie die Anlagen von Kalabscha und Amada. Andere Tempel gingen als Dank für die Unterstützung beim Umzug von Abu Simbel ins Ausland. Der Tempel von Debod etwa steht jetzt in Madrid, der von Dendur im Metropolitan Museum of Art in New York, der Tempel von Taffa im Rijksmuseum im niederländischen Leiden und der Tempel von Ellesija im Ägyptischen Museum von Turin. Andere Anlagen wurden im Nationalmuseum Sudan in Khartum wiederaufgebaut.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats