Wadi Nakhar

Omans Antwort auf den Grand Canyon

Wikipedia/albinfo/CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Imposante 1000 Meter tief ist das Wadi Nakhar, ein ausgetrocknetes Flussbett, das sich in einer 20 Kilometer langen Schlucht zwischen den Hängen des Jebel Shams und dem Plateau von Dar Sawda durch das schroffe Gebirge zieht.

Das Wadi punktet mit einmaligen Ausblicken. Von einem Plateau in rund 2000 Metern Höhe sind die Schlucht, die umliegenden Berge und auch der Gipfel des Djebel Shams zu bestaunen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man tatsächlich meinen, man befände sich im Grand Canyon. Die Schlucht des Wadi Nakhar ist zwar nicht so lang und breit wie ihr amerikanisches Pendant, dafür aber um einige hundert Meter tiefer.

Für sportlich aktive Urlauber bieten sich die beeindruckenden Wanderwege der Umgebung an. Eine circa vier Kilometer lange Wanderung etwa führt am Rande der Westflanke an der Schlucht entlang. Einer der bekanntesten Wanderwege im Wadi Nakhar ist der Balcony Walk, ein ehemaliger Eselsweg, der vom Dorf Al Khytaim bis zu der verlassenen Siedlung As Sab verläuft.

Bis in die 70er Jahre hinein lebten noch 15 Familien in der Abgeschiedenheit der Berge. Ihre am Rande der Felsen aus Naturstein erbauten Häuser sind teilweise zerfallen, aber definitiv trotzdem noch sehenswert. An vielen Stellen des Wadis lässt sich ein Echo erzeugen, wenn die Felswände den Schall der Stimme zurückwerfen. Wer nicht so gut zu Fuß ist, der kann einige Teile des Gebietes auch ganz bequem im Geländewagen erkunden.

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