Torre de Belém

Wo die Weltentdecker in See stachen

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Von der Zeit großer Seefahrer wie Vasco da Gama oder Christoph Kolumbus erzählt der schmucke Turm von Belém, der 1521 als Leuchtturm am Ufer des Tejo errichtet wurde und heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

Der 35 Meter hohe Turm an der Hafeneinfahrt von Lissabon war eines der ersten Dinge, die ankommende Schiffe von der Stadt sahen, und wurde gebaut, als Portugal weltweit die führende Seemacht war. Ursprünglich stand die Torre de Belém auf einer kleinen Insel am Rande des Tejo. Heute hat sich das Land bis an den Turm herangearbeitet, und man kommt über ein Brückchen hinüber. Übrigens gehört die Torre de Belém zu den wenigen Bauten, die das große Lissabonner Erdbeben von 1755 überstanden haben.

Der Stadtteil mit dem schönen Namen Belém, auf Deutsch Bethlehem, liegt ein paar Kilometer außerhalb des Zentrums und ist auch jenseits des trutzigen Turmes einen Abstecher wert. Denn Belém ist in einer Zeit entstanden, als Lissabon durch die Reichtümer aus Übersee in voller Blüte stand. Die Nummer eins unter den Prachtbauten von Belém ist das Hieronymus-Kloster, das ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Und als Kontrastprogramm hat Belém das Museu Coleção Berardo zu bieten, ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das seit 2007 im Centro Cultural de Belém residiert.

Extra-Tipp für Naschkatzen: Eine süße Berühmtheit der Gegend sind die Törtchen aus der alteingesessenen Konditorei Antiga Confeitaria de Belém, wo die köstlichen Puddingkuchen, die auch bei uns als Natas viele Fans haben, schon seit 1837 über den Tresen gehen.

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