Salzbergwerk Wieliczka

Alles für das weiße Gold

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Acht Jahrhunderte lang wurde hier das „weiße Gold“ der Erde gewonnen. Das Salzbergwerk Wieliczka im Süden Polens ist eines der ältesten Salzbergwerke der Welt. Mehr als 100 Meter unter Erde ist hier sogar eine Kirche aus Salz zu besichtigen.

Schon im 13. Jahrhundert wurde hier das Salz entdeckt. Bis zu 340 Meter tief gruben sich die Bergleute im Laufe der Jahrhunderte in die Erde, um das kostbare Gut ans Tageslicht zu befördern. Mehr als 300 Kilometer Stollen sind auf diese Weise entstanden. Erst 1993 wurde die Salzförderung eingestellt, nachdem das Bergwerk durch eine Überflutung teilweise zerstört worden war und die Siedlung darüber abzusacken drohte.

Ein Touristenmagnet ist die unterirdische Kinga-Kapelle, eine Kirche aus Salz, die 1927 nach rund 70 Jahren Bauzeit eröffnet wurde. Mehrere Generationen von Bergmännern haben an ihr gearbeitet. Die 54 Meter lange Kirche aus Salz befindet sich 110 Meter unter Tage; sogar die Kronleuchter, die hier von der Decke hängen, bestehen aus Salzkristallen.

Das Salzbergwerk Wieliczka bildet zusammen mit dem Salzbergwerk Bochnia und dem Salzgrafenschloss Wieliczka das Unesco-Weltkulturerbe Königliche Salzbergwerke Wieliczka und Bochnia. Es liegt rund 15 Kilometer südlich von Krakau.

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