Themenwelten Finnland

Rauma gehört zum Weltkulturerbe

Pixabay

Die Stadt Rauma in der Region Satakunta in West-Finnland wurde 1442 gegründet und ist die drittälteste Stadt des Landes. Rauma ist besonders bekannt für ihren besonderen Dialekt, ihre Klöppelspitze und ihre gut erhaltene Altstadt aus Holz.

Die größte, bekannteste und wohl auch schönste ist Rauma, die seit 1991 sogar zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Sie zählt zu den ältesten Städten Finnlands. Der Stadtkern mit seinen mehr als 600 bunten Holzbauten, den verzierten Toren und den holperigen Kopfsteinpflasterstraßen ist seit dem 18. Jahrhundert unverändert. Bekannt ist die Stadt auch für ihren besonderen Dialekt und ihre Spitzenklöpplerinnen.

Die Holzstädte sind eine echte Besonderheit an Finnlands Küsten. Dabei handelt es sich um historische Altstädte, die ausschließlich aus Holzhäusern erbaut wurden.15 solcher Holzstädte gibt es heute noch. Die meisten der historischen Gebäude stammen dabei aus dem 18. und 19. Jahrhundert, und sie werden stets nach alten Plänen restauriert. Die Bewohner selbst sorgen dafür, dass das alte Bauwissen nicht verloren geht. Selbst die Muster der Tapeten stammen oft noch aus alten Zeiten.

Ungefähr 700 Einwohner leben auf 70 Morgen Land, das 600 Gebäude umfasst. Ein Spaziergang durch die Altstadt Raumas gleicht dem Betreten einer Märchenwelt. Die bunten Holzhäuser, dekorativen Tore, das Kopfsteinpflaster und die bezaubernden öffentlichen Gebäude lassen eine längst vergessene Vergangenheit wieder aufleben.

Die Gärten der Altstadt Raumas sind zwar klein, aber das machen sie durch ihre prachtvolle Schönheit mehr als wett. Sie erfreuen den Besucher während eines warmen Sommertags und sind ein beliebter Ort für Gartenpartys.

Die Spitzenwoche, die jedes Jahr im späten Juli abgehalten wird, ist ein jährliches Ereignis, bei dem zahlreiche Veranstaltungen rund um Musik, Tanzen, traditionelle Küche stattfinden – und natürlich eine Ausstellung der feinsten Spitze.

Der Turm des alten Rathauses wird während der Spitzenwoche zur zentralen Anlaufstelle, da dort jeden Abend eine spezielle Abendmelodie erklingt, die von einem Trompeter der Blaskapelle Raumas gespielt wird.

Historische Quellen belegen, dass die Tradition des Spitzenklöppelns in Rauma bis in die 1740er Jahre zurückgeht. Zunächst bestand die Spitzenwoche aus einer Reihe von Ausstellungen, bei denen die kunstfertigen Spitzenlöpplerinnen ihre Arbeiten präsentieren konnten, mittlerweile hat sie sich allerdings zu einer breit gefächerten Veranstaltung entwickelt, an der die gesamte Stadt teil hat.

Der sehnlichst erwartete Höhepunkt der Spitzenwoche ist die Nacht der Schwarzen Spitzen, bei der in den Straßen Raumas Markt- und Schankstände aufgebaut werden. Die milde Abendluft ist erfüllt vom angeregten Geplauder von Freunden und der Musik fröhlicher Tanzlokale und Freiluftkonzerte. Alle Geschäfte und Boutiquen in der Altstadt Raumas sind länger geöffnet als üblich, und auch Bars und Cafés machen ein gutes Geschäft.

Sehenswürdigkeiten

Die Heilig-Kreuz-Kirche-Kirche ist die Hauptkirche Raumas und wurde als Klosterkirche der Franziskaner im späten 15. Jahrhundert erbaut. Sie wurde 1512 eingeweiht. Das Innere der Kirche ist außergewöhnlich schön, besonders beeindruckend sind die bunten Wandmalereien, die irgendwann während der katholischen Ära (1510-1522) entstanden sind.

Raatihuone ist der alte Sitz des Stadtrats und wurde 1776 am Marktplatz erbaut. Seit Anfang 1900 fungiert Raatihuone als Museum.

Essen, Trinken und Shopping

Im Kontio Café kann man während der Stadtbesichtigung eine angenehme Pause einlegen. Die Spezialität des Hauses ist der Vanillekrapfen, der seit über einem Jahrzehnt auf dem Menü steht.

Der Lumo Supermarkt befindet sich im Herzen der Altstadt Raumas. Alle Nahrungsmittel stammen aus örtlichem ökologischen Anbau, was ein geschmacksintensives Erlebnis verspricht.

In der Stadt gibt es eine Vielzahl bezaubernder Geschäfte, Cafés und Restaurants. Alle Läden sind wenige Gehminuten voneinander entfernt, was eine entspannte Shoppingtour ungemein erleichtert.

Kommentare

Sie können diese Nachricht nicht mehr kommentieren.

stats