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Marbella

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Auch wenn Spaniens berühmtes Seebad etwas vom Jetset-Glamour der 1960er und 1970er Jahre verloren hat: Ein Hotspot der Reichen und Schönen ist die südspanische Hafenstadt auch heute noch.

Nirgendwo sonst an der spanischen Mittelmeerküste gibt es eine höhere Dichte an Luxusherbergen und noblen Anwesen. Im Yachthafen Puerto Banus westlich der Altstadt schaukeln die Megayachten der Milliardäre gleich dutzendweise im blauen Wasser, und entlang der Promenade drängen sich die Edelboutiquen und teuren Clubs dicht an dicht. Doch man muss kein Millionär sein, um die Stadt zu genießen. Die südspanische Sonne, die pittoresken Altstadtgassen, die herrliche Küsten- und Gebirgslandschaft ringsum sind auch für weniger Betuchte ein Urlaubs-Highlight.

Die Stadt Marbella hat eine weit zurückreichende Geschichte. Die Römer und Mauren haben ihre Spuren hinterlassen. Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde Marbella durch den Prinzen Alfons von Hohenlohe bekannt gemacht. Der Prinz (* 28. Mai 1924 in Madrid, † 21. Dezember 2003 in Marbella) war ein deutsches Mitglied des internationalen Jet-Sets und Mitbegründer des berühmten Marbella-Clubs. Prinz Alfons rühmte das milde Klima vor allem im Winter. Es kamen europäische Adelige, aber auch vermögende Waffen- und Drogenhändler. Unerwünscht waren die Drogensüchtigen und Kleinkriminellen, die in den 1980er Jahren den Ruf von Marbella schädigten. Zeitweise war die Stadt total aus der Mode.

Der etwas rabiate und wie sich später herausstellte, korrupte Bürgermeister Gil verordnete der Stadt einen Reinigungsprozess und erhöhte die Sicherheit, was ihn bei der Bevölkerung beliebt machte. Marbella war wieder in. Aber die Verhaftungswellen der Anti-Korruptionspolizei im Jahre 2007, die sehr viele Offizielle aus dem Rathaus ins Gefängnis brachte, erschütterte erneut das Vertrauen der Bürger und Besucher in die Stadt und ihre Politiker. Die Touristen in Marbella kommen überwiegend aus Großbritannien 37,85 %, Spanien 35,89 %, Deutschland 6,59%, Frankreich 5,34% und aus anderen Ländern 14,33% (nach einer Veröffentlichung des Rathauses). Früher hörte man oft arabisch, heute des Öfteren russisch. So ändern sich die Zeiten.

Sehenswürdigkeiten

Marbella hat eine sehenswerte, wenn auch kommerziell stark genutzte Altstadt. An der Plaza de los Naranjos (Orangenplatz) findet man das Ayuntamiento (Rathaus), die Touristeninformation und einige Cafés und Restaurants.

Viel besucht ist der berühmte Jachthafen Puerto Banus. Hier liegen große und kleine Jachten, wobei die großen für die meisten Besucher von besonderem Interesse sind. Außerdem gibt es an der Wasserseite viele Restaurants und in der zweiten Reihe vor allem mehr oder weniger teure Läden. Der ebenfalls interessante kleinere, aber weniger mondäne Jachthafen Cabopino liegt am anderen Ende der Stadt in Richtung Málaga.

Das große unterirdische Parkhaus unter der Avenida del Mar hat fast immer einen Platz. Über der Erde ist ein mit Marmorplatten bedeckter Fußgängerweg zum Meer mit 10 Bronze Statuen von Salvadore Dali. Definitiv sehenswert! Der Paseo Maritimo ist die lange und belebte Strandpromenade in Marbella. Sie wurde 2008 vollkommen renoviert. Es wurden neue Treppen und Rampen für Rollstuhlfahrer gebaut und die verrosteten Geländer erneuert.

Shoppen

In Marbella kann man alles kaufen von Nahrungsmitteln über Gebrauchsgegenstände bis zu Luxusartikeln. Das große Kaufhaus Corte Inglés in Puerto Banus hat eine große Auswahl (gebührenpflichtiges Parkhaus). Das Einkaufszentrum La Cañada an der AP-7 (Abfahrt) mit einem großen kostenlosen Parkplatz kann viele Wünsche erfüllen. Hier gibt es auch Cafés und Restaurants, u.a. ein Block House (Steakhauskette aus Deutschland) und Mannis Würstchenbude direkt vor dem Haupteingang von Alcampo. An der Hauptstraße Avenida de Ricardo Soriano und den parallelen Straßen findet man zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und Banken.

Nightlife

Das Nachtleben ist berühmt. Diskotheken im ganzen Stadtgebiet, aber vor allem in Puerto Banus und eine Spielbank ermöglichen ausgelassenes Feiern bis in den Morgen. Viele Diskotheken öffnen erst nach 1:00 morgens.

Ein Tipp: Das La Notte neben dem Restaurante La Meridiana. Nach dem Essen kann man in die Disko gehen.

Golfsport

Im Umkreis von ca. 10k m befinden sich 17 Golfplätze, 7 erhielten von Nutzer im Web TOP Bewertungen, 5 zählen laut Magazine zu den TOP 100 Plätzen.

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