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Karijini National Park

Wikipedia/Bäras - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2827143

In der Hamersley Range, im Zentrum der Pilbara, liegt der ausgedehnte Karijini-Nationalpark. Er bietet eine spektakuläre, raue Kulisse in einer uralten geologischen Formation. Mit 627.445 ha ist er der zweitgrößte Nationalpark Westaustraliens.

Die trockene, staubige Steppe des Hochplateaus wird durchzogen von windungsreichen Flussläufen, die plötzlich in bis zu 100 m tiefe Schluchten stürzen und Bassins füllen, in denen das Wasser für eine erstaunliche Flora und Fauna sorgt. Erreichbar ist er von Port Hedland aus über den Great Northern Highway 326 km nach Süden oder von dem North West Coastal Highway an der Westküste 345 km über Tom Price Richtung Osten. Die Zufahrtsstraßen sind asphaltiert, bei den Nationalparkstraßen handelt es sich dagegen um PKW-taugliche Schotterpisten. Die Südhälfte des Nationalparks ist weitgehend unerschlossen. Der Tourismus beschränkt sich auf die Schluchten im Nordteil. Mount Meharry ist mit 1.245 m der höchste Berg des Nationalparks.

Sehenswürdigkeiten

Im Norden des Nationalparks schlängeln sich schmale Flussbetten, versteckt zwischen Hügelketten und die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet, um plötzlich in bis zu 100 m tiefe, enge Schluchten zu stürzen. Weiter flussabwärts werden die Schluchten breiter und ihre Seiten wechseln von steilen Klippen zu abschüssigen Abhängen mit losem Gestein. Die Abflüsse bilden den Schwemmfächer des Fortescue Valley. Die Schluchten bilden einen Kontrast zu der Trockensavanne oberhalb. Sie bieten eine grandiose Kulisse mit Wasserfällen, Bassins und dem Farbenspiel der Felswände, hervorgerufen durch die Mineralien Eisen, Kupfer und Asbest.

Dales Gorge mit den Fortescue Falls, den Wasserlöcher Fern Pool und Circular Pool - das zusammenhängende Schluchtensystem Hancock Gorge, Joffre Gorge, Weano Gorge, Knox Gorge, Red Gorge - Hammersley Gorge - Kalamina Gorge - Yampire Gorge (mit Asbest belastet)

Wetterdaten

Nördlich des Südlichen Wendekreises gelegen, lässt sich das Klima am besten als das einer tropischen Halbwüste beschreiben. Stark schwankende Niederschlagsmengen, vor allem Sommerregen von 250–350 mm werden begleitet von Gewittern und Wirbelstürmen. Die Temperaturen im Sommer liegen häufig über 40 °C. Die Wintertage sind warm und klar, aber die Nächte sind kühl und manchmal frostig.

Tierwelt

Hier leben Rotes Riesenkänguru, Bergkänguru, Rothschild-Felskänguru, der Dingo und verschiedene Kleintierarten, darunter Arten von Fledermäusen. Viele Arten der einheimischen Nagetiere und Beutelraubtiere wie das Pilbara-Niguai sind nachtaktiv und scheu. Auch Reptilien und Lurche, wie Frösche, Geckos, Warane, Agamen, Eidechsen, Pythons und andere Schlangenarten sind im Nationalpark beheimatet. Viele Vogelarten halten sich in der Nähe der Bassins und Flüsse auf. Australische Mäuse finden dagegen in den steinigen Böschungen Unterschlupf. Als letztes sind die großen Termitenhügel kaum zu übersehen, die verstreut zwischen den Hügeln im Grasland stehen.

Pflanzenwelt

Die Wildblumen im Nationalpark variieren je nach Jahreszeit, im Überfluss wachsen sie jedoch nach dem seltenen Regen. In den kühleren Monaten ist das Land bedeckt mit unzähligen gelb blühenden Senna (Kassia), Akazien-Arten, Mertensia paniculata und purpurnen Mulla-Mullas.

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