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Gros Morne National Park

Wikipedia/Aconcagua, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1019873

Der Gros Morne National Park liegt an der Westküste Neufundlands. Er erstreckt sich über eine Fläche von 1805 Quadratkilometer und ist nach dem Torngat-Mountains Nationalpark der zweitgrößte Nationalpark im atlantischen Kanada. Er zählt seit 1987 als ein Weltnaturerbe der UNESCO.

Den Namen besitzt der Park aufgrund des zweithöchsten Berges Neufundlands mit einer Höhe von 807 m. Gros Morne bedeutet "großer, alleinstehender Berg".

Der Park liegt in den Long Range Mountains, einem Ausläufer der Appalachen. Er befindet sich auf der westlichen Seite Neufundlands. Die Landschaft wird gebildet durch Fjorde, Buchten, Seen, Hochebenen und Gebirgstälern. Im Park befinden sich die Pissing Mare Falls, die mit einer Fallhöhe von 350 m in den Western Brook Pond stürzen und die höchsten Wasserfälle im Osten des nordamerikanischen Kontinents sind.

Eine der landschaftlichen Besonderheiten ist der Western Brook Pond, ein ursprünglicher Fjord, der während der letzten Eiszeit entstanden ist, nach dem Schmelzen der Eismassen die Verbindung zum offenen Meer verloren hat und jetzt mit einem der reinsten Süßwässer der Erde gefüllt ist. Dieser und andere Fjorde, die von Gletschern geschliffenen Bergrücken sowie die Hängetäler, verdeutlichen Erkenntnisse aus der Glaziologie und Geomorphologie. Im Park befinden sich außerdem die geologisch wertvollen Tablelands, eine wüstenartige Mondlandschaft aus rotem Gestein, welche die tatsächliche Erdkruste zum Vorschein bringt. Die Tablelands sind daher für Forschungen im Gebiet der Plattentektonik von großer Bedeutung.

Die Tablelands waren der maßgebliche Grund dafür, dass der Nationalpark zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurde. Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt sind die Green Gardens, welche sich im Nationalpark direkt an die Tablelands anschließen. Während jedoch die Tablelands durch ein extrem karges Landschaftsbild auffallen, ist in den Green Gardens ein auffallend intensives Pflanzenwachstum zu verzeichnen. Funde von Sedimentgestein im Park weisen auf ozeanische Vergangenheit hin. Diese Gesteinsschichten waren vor 540–440 Millionen Jahren, also im Kambrium und Ordovizium, Meeresböden.

Im Park sind unter anderem Luchse, Schwarzbären, Rentiere, Elche, Füchse und Weißkopfseeadler heimisch. Vor der Küste können Wale beobachtet werden. Fleischfressende Pflanzen wie Schlauchpflanzengewächse, Fettkräuter und Sonnentau gehören zur Flora des Nationalparks.

Besuchsdauer: 3-4 Stunden

Ideal für: Naturliebhaber, Outdoorsportfans und Tierliebhaber die sich von den Bergen, Flüssen, Tälern, Tieren und Gipfeln des Nationalparks hinreißen lassen möchten.

Internet

An einigen Stellen des Nationalparks gibt es kein mobiles Internet, da dort die Mobilfunkanbieter keinen Empfang mehr haben. Zu empfehlen für die Smartphone-Junkies bleibt das Netzwerk BELL, diese haben in Kanada die höchste Reichweite und fast in jedem Nationalpark auch an bestimmten Stellen guten Empfang.

Essen und Trinken

Die unterschiedlichen Restaurants im Gros Morne Nationalpark bieten dem Besucher eine kulinarische Vielfalt an Speisen von kanadischem Pouline über Meeresfrüchte bis hin zu herzhaften Desserts.

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