Trotz Corona

Wie Firmen ihre Weihnachtsfeier retten

Mit Lichterkette, Nikolausmütze oder Rentiergeweih: Die Kollegen von Urlaubspiraten machten Stimmung bei der digitalen Weihnachtsfeier.
Urlaubspiraten
Mit Lichterkette, Nikolausmütze oder Rentiergeweih: Die Kollegen von Urlaubspiraten machten Stimmung bei der digitalen Weihnachtsfeier.

Klassische Weihnachtsfeiern werden wegen Corona abgesagt. Warum und wie man auch digital feiern kann, erklärt Coach Markus Jotzo. Die Urlaubspiraten haben es schon vorgemacht.

Die wenigsten Unternehmer denken im zweiten Lockdown an Weihnachtsfeiern, schließlich sind solche Events derzeit verboten. "Egal", sagt Coach Markus Jotzo. "Gerade in Krisenzeiten ist eine Weihnachtsfeier mit Dankesrede ein Muss!" Chefs würden so am Jahresende zeigen, wie sehr sie das Engagement ihres Teams zu schätzen wissen. Jotzo: "Damit bedankt man sich bei allen, die bei der Stange geblieben sind, und stärkt das Wir-Gefühl im Unternehmen." Da persönliche Treffen derzeit nicht möglich sind, könne man ein Video-Meeting organisieren.

Wie so eine virtuelle Weihnachtssause aussehen kann, haben die Urlaubspiraten bereits vorgemacht. Sämtliche Kollegen bekamen Pakete nach Hause geschickt, darin befanden sich eine Lichterkette, Schmuck für den Weihnachtsbaum, eine Nikolausmütze, ein veganer Christstollen und ein persönlicher Brief. Entsprechend ausgestattet traf sich die Belegschaft zum Zoom-Meeting, nach der klassischen Jahresabschlussrede des CEO David Armstrong wurde zusammen "Never Have I Ever" gespielt, in Breakout Rooms duellierten sich Gruppen von 25 Personen im Quiz und konnten ein Erinnerungsfoto in Form eines Foto-Booths knipsen.

Nach dem offiziellen Programm konnten alle Mitarbeiter in verschiedene virtuelle Räume springen, und so einzelne Kollegen treffen. Wie auf einer echten Weihnachtsfeier gab es den Balkon, die Bar, die Toilette, das Buffet und die Tanzfläche. "Es war wirklich eine besondere Erfahrung für alle und es hat mich gefreut, so viele Piraten wiederzusehen und das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen", sagt Amstrong.

2020 sei eine "der größten Herausforderungen aller Zeiten" für die Holiday Pirates Group gewesen. Trotz notwendigem Personalabbau seien "nach wie vor viele großartige und hochbegabte Menschen an Bord" und gemeinsam schaue man "hoffnungsvoll ins nächste Jahr", sagte der Urlaubspiraten-CEO. Er möchte mit seiner digitalen Weihnachtsfeier auch andere Unternehmen inspirieren. Armstrong: "Es ist schön, sich in dieser aufwühlenden Zeit den Kollegen ein Stückchen näher zu fühlen und die Adventszeit gemeinsam zu genießen."
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