Nominiert für Top unter 30 (6)

Mit ihm fliegt man richtig

Marc Fischer plant nicht nur Flüge, auch im Urlaub steigt er begeistert in den Flieger.
Privat, Privat
Marc Fischer plant nicht nur Flüge, auch im Urlaub steigt er begeistert in den Flieger.

Marc Fischer ist Netzplaner bei Sun Express. Der 26-jährige balanciert in seinem Bereich zwischen Kundenwünschen und der Wirtschaftlichkeit der Airline. Er gehört zu den zehn Nominierten unseres Talentwettbewerbs "Top unter 30".

Luftverkehr ist seine Passion, das wird ihm im mobilitätsübergreifenden Studium Verkehrsbetriebswirtschaft und Personenverkehr im Praxissemester beim Ferienflieger Condor klar. Mit der Bachelor-Arbeit als Werkstudent bei Sun Express ist die Sache geritzt. Die Netzplanung sucht 2017 einen Spezialisten Network Planning und hat ihn in Marc Fischer gefunden.

Der 26-jährige versucht, aus Kundenwünschen und operativen Einschränkungen wie Slots, Nachtflugbeschränkungen, Verkehrsabkommen zwischen Ländern einen Flugplan mit maximal möglicher Profitabilität zu bauen.
Preisverleihung auf dem fvw|TravelTalk Kongress
Wollen Sie sich mit erfolgreichen Nachwuchstalenten vernetzen? Auf dem Kongress von fvw|TravelTalk, der vom 2. bis 5. November 2022 erstmals im Ausland im türkischen Antalya stattfindet, haben Sie die Chance, die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs "Top unter 30" kennenzulernen. Denn: Diese fliegen auf Einladung von fvw|TravelTalk mit zum Kongress, auf dem wie jedes Jahr die Preisverleihung stattfindet. Bei dem Kongress geht es um relevante Zukunftsthemen der Branche. fvw|TravelTalk bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Interviews, Vorträgen, Diskussionen, Masterclasses und Deep-Dives. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich vor Ort mit türkischen Touristikern zu vernetzen. Das Kongress-Programm finden Sie unter diesem Link.

Was machbar klingt, mutierte in Corona-Zeiten zur größten Herausforderung. Mal schnellte die Nachfrage hoch, dann stürzte sie ebenso schnell wieder ab, wenn neue Restriktionen der Länder kamen. Das erforderte kurzfristiges Reagieren. "In dieser Volatilität galt es, einen relativ verlässlichen Flugplan zu bauen, um sich als überzeugender Partner für die Türkei zu positionieren", skizziert Fischer die Lage.

Und die Unwägbarkeiten bleiben. Aktuell müssen täglich die steigenden Kerosinpreise ausgesteuert werden. Denn bei zu hohen Flugpreisen leidet die Nachfrage. "Im touristischen Geschäft steht man auch in Konkurrenz zu Airlines, die in andere Urlaubsregionen fliegen."

Doch genau dieses tägliche Jonglieren kommt dem jungen Netzplaner, für den sein verantwortungsvoller Posten ein großer Ansporn ist, sehr entgegen. Immer mehr unvorhersehbare Faktoren wirken auf die Planung. Fischer nennt es eine "Gratwanderung zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit". Langfristige Planung wie vor Corona – da arbeitete er zur Jahresmitte längst an den Sommerflügen fürs nächste Jahr – seien nur noch zur Hälfte möglich.

Aber er bleibt gelassen, wie auch während der Kurzarbeit. Die Zeit nutzte er für den Master in Finance und Controlling an der Mainzer CBS. Sein Thema ist brandaktuell: Absicherung des Kerosinpreises am Markt.

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