Ifo-Institut

Touristiker bleiben weiter in Kurzarbeit

Kurzarbeit ist in der Tourismusbranche noch weit verbreitet.
Getty Images / Light Field Studios
Kurzarbeit ist in der Tourismusbranche noch weit verbreitet.

Während insgesamt die Zahl der Kurzarbeitenden im Juli auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise fiel, sieht es im Tourismus anders aus, so das Ifo-Institut.

Branchenübergreifend ist die Zahl der Kurzarbeitenden im Juli deutlich auf 1,06 Mio. Menschen gesunken – im Vormonat waren es noch 1,39 Millionen. Es ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020.

Im Juli des Vorjahres waren noch 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, so das Ifo- Institut. "Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück", sagt Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

Zwar sei auch in der Tourismusbranche das Modell Kurzarbeit leicht rückläufig, erklärt der Ifo-Experte zur Tendenz. Jedoch sei diese Entwicklung deutlich weniger stark als in anderen Wirtschaftsbereichen. Sauer: "Während sich im Handel etwa die Zahl der Kurzarbeitenden zuletzt fast monatlich halbiert hat, sahen wir in der Tourismusbranche in den vergangenen Monaten einen Rückgang von etwa fünf Prozent."

Ein Großteil aller Betriebe setzt nach wie vor zumindest zum Teil auf Kurzarbeit. Allerdings ist die durchschnittliche Reduzierung der Arbeitszeit bei den Kurzarbeitenden nun auch geringer. Diese lag Ifo-Schätzungen zufolge im Mai noch bei über 70 Prozent und im Juli bei etwa 53 Prozent. Die aktuellen Ifo-Angaben zur Kurzarbeit basieren auf der Grundlage einer Konjunkturumfrage des Instituts und von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

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