Gewinner im Gespräch (Teil 2)

Lene Haas hat gelernt, besser zuzuhören

Neben dem Gründer ist Lene Haas Geschäftsführerin beim Start-up My Cabin und eine Gewinnerin des Top unter 30-Wettbewerbs 2021.
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Neben dem Gründer ist Lene Haas Geschäftsführerin beim Start-up My Cabin und eine Gewinnerin des Top unter 30-Wettbewerbs 2021.

Wie sind die Gewinner des fvw|TravelTalk-Wettbewerbs "Top unter 30" durch die Krise gekommen? Was steht in Zukunft an? Teil 2 der Interview-Serie mit My-Cabin-Geschäftsführerin Lene Haas.

fvw|TravelTalk: Wie haben Sie es geschafft, gut durch die Corona-Krise zu kommen?
Lene Haas: Als junges Start-up sind wir flexibel geblieben, haben uns auf die wechselnden Umstände eingelassen und angepasst. Diese gelebte Agilität hat uns durch die Krise gebracht. Ich persönlich habe versucht, schöne Momente bewusst zu erleben und mich nicht auf die Krise zu fokussieren – sei es durch Sport, beim Spaziergang oder Zimtschnecken backen.
Lene Haas (23)
ist Geschäftsführerin von My Cabin. 2020 startete die Studentin (internationales Management) bei dem Portal für außergewöhnliche Übernachtungen in der Natur. Neben dem Gründer Finn Wilkesmann stieg sie zur Geschäftsführerin des Start-up auf. Gemeinsam kümmern sie sich um 15 Mitarbeiter. Haas verantwortet die Bereiche Marketing, Personal und Produktentwicklung.

Was haben Sie in der Krise gelernt?
Es war für mich eine Herausforderung zu verstehen, wie es anderen Menschen mit der Situation geht. Jede und jeder lebt in unterschiedlichen Umständen, hat eigene Probleme, Sorgen und Ängste. Ich habe gelernt, anderen zuzuhören und sensibel zu sein für die Umstände, in denen sie sich befinden.

Welche Ziele stehen als Nächstes auf der Agenda?
Gerade arbeiten wir mit voller Energie daran, My Cabin zu skalieren, indem wir die ganzen Camper da draußen auf das neue Konzept aufmerksam machen und als Kunden gewinnen.

Viele Firmen leiden unter Fachkräftemangel: Wie wird die Branche für Nachwuchskräfte attraktiver?
Menschen erfüllt es, wenn sie mit ihrer Arbeit einen echten Mehrwert leisten können und die Welt ein besserer Ort wird. Ich habe erlebt, wie junge Menschen über sich hinauswachsen, wenn sie an den Zweck des Unternehmens glauben und zu seinem Erfolg beitragen können. Eine nachhaltigere Branche, in der spannende neue Konzepte gedeihen dürfen und in der Tourismus neu gedacht wird, wird automatisch attraktiver für junge Menschen.

Was ist Ihr ganz persönlicher Karrieretipp für junge Touristiker?
Eine schwierige Frage. Ich hatte selbst nie Karriereambitionen und habe einfach das getan, was mir Freude macht, was ich am besten kann, und mich reingehängt. Die Arbeit in einem Start-up kann ich jedem empfehlen, der in kurzer Zeit viel lernen, aktiv mitgestalten und seinen Horizont erweitern will.

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