Gewinner im Gespräch (Teil 1)

Tamara Behrens zieht ihr Ding durch

Tamara Behrens, Inhaberin der Reisewelt Behrens, gehört zu den Finalisten der fvw-Aktion Top unter 30.
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Tamara Behrens, Inhaberin der Reisewelt Behrens, gehört zu den Finalisten der fvw-Aktion Top unter 30.

Wie sind die Gewinner des fvw|TravelTalk-Wettbewerbs Top unter 30 durch die Krise gekommen? Was steht in Zukunft an? Teil 1 der Interview-Serie mit Büroleiterin Tamara Behrens.

fvw|TravelTalk: Wie haben Sie es geschafft, gut durch die Corona-Krise zu kommen?
Tamara Behrens: Ich habe mich nicht runterziehen lassen und viel Zeit in Social Media investiert, um den Leuten positive Stimmung zu übermitteln und an die Zeit nach der Pandemie zu denken. Das hat auch mir unheimlich geholfen, nicht in ein Loch zu fallen, wenn über Monate täglich nur Umbuchungen und Stornierungen auf einen einprasseln.
Tamara Behrens (29)

ist Büroleiterin der Reisewelt Behrens. Schon mit 23 Jahren machte sie sich mit dem Reisebüro selbstständig und setzt als Einzelkämpferin konsequent auf Digitalisierung. 2020 erfand sie den Fernweh-Freitag auf Instagram und hat dort inzwischen 1500 Follower.


Was haben Sie in der Krise gelernt?
Aus jeder Krise sollte man etwas Positives mitnehmen, man kann immer etwas für die Zukunft verbessern. Ich werde ganz klar die Digitalisierung im Büro vorantreiben. Außerdem prüft man partnerschaftliche Kooperationen und das Miteinander mit Reiseveranstaltern: Wer unterstützt einen auch während der Krise, und auf wen kann ich künftig verzichten?

Welche Ziele stehen als Nächstes auf der Agenda?
Ich möchte mein Reisebüro umstrukturieren und vollständig digitalisieren. So kann ich komplett auf Papier verzichten und einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zudem habe ich bereits kürzlich die Live-Beratung via Video-Call in meinem Repertoire aufgenommen und plane, einen eigenen Blog zu verfassen.

Viele Firmen leiden unter Fachkräftemangel: Wie wird die Branche für Nachwuchskräfte attraktiver?
Die Branche kann viel mehr tun, um jüngere Menschen für die Touristik zu gewinnen. Man sollte mehr Online-Präsenz zeigen, die Azubis mit Social Media arbeiten lassen. Sie könnten von ihrem Alltag im Büro berichten oder von unterwegs aus dem Urlaub oder auf Info-Reisen. Das fehlt leider noch extrem.

Was ist Ihr Karrieretipp für junge Touristiker?

Mach' dein Ding und setze deine Ziele energisch und konstruktiv um. Ich wollte immer selbstständig sein, ein eigenes Büro haben und bereue es nicht eine Sekunde – trotz Pandemie und anderen Krisen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

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