Interview mit Popstar Sasha

"Ich buche Urlaub auch im Reisebüro"

Sasha mit Sohn Otto in Robinson Club in Apulien. Italien ist ein Lieblingsziel der Familie, zudem ist Sasha die neue Stimme der Robinson Clubs.
privat
Sasha mit Sohn Otto in Robinson Club in Apulien. Italien ist ein Lieblingsziel der Familie, zudem ist Sasha die neue Stimme der Robinson Clubs.

Was hat der Sänger und Entertainer Sasha mit FVW Medien gemeinsam? Wir wissen von drei Dingen: Er liebt Reisen, er lebt in Hamburg, und er ist Anfang des Jahres 50 Jahre alt geworden.

Es war nicht nur die Touristik, die unter den Corona-Schutzmaßnahmen gelitten hat. Auch die Musikbranche musste Einiges einstecken. Sasha hat das Beste draus gemacht: Er gewann bei "The Masked Singer", nahm sich mehr Zeit für seine Familie und wurde die Stimme der Robinson Clubs.

Bei uns in der Reisebranche geht es wieder bergauf – wie läuft es bei Ihnen als Künstler in diesem Jahr?
Sasha: Zum Glück geht es bei uns auch wieder so richtig los. Ich habe während der Krise, um meine Band und Crew zu beschäftigen, durchaus kleinere Gigs und Strandkorbkonzerte gespielt. Und mit dem Robinson Club haben wir die 50 Jahre in zig europäischen Ländern gefeiert.
Für mich geht es ab Oktober auf große Tournee. Meine erste eigene Revue mit Tänzern, großer Band, Comedy und natürlich viel Musik. Mit "This is my Time" zelebriere ich meinen 50. Geburtstag. Im Spätsommer wird dazu das gleichnamige Album erscheinen.

Wer organisiert denn die Reisen, wenn Sie Auftritte haben?
Meine Reisen buchen je nach Auftraggeber verschiedene Leute. Bei einer Tour macht das unser Tourmanager in Absprache mit meiner Frau und mir. Mal geht es mit dem Tourbus los, mal im Auto mit Fahrer, mal mit dem Flugzeug oder der Bahn – je nach Routing und freien Tagen. Dazu haben wir ein Reisebüro, das sich auf Künstlerreisen spezialisiert hat.

Das interessiert uns natürlich!
Es ist das Lufthansa City Center Business Travel Reisebüro Ibero International in Frankfurt.
Sänger und Entertainer
Sasha gehört zu den erfolgreichsten Künstlern der deutschen Musikzene. Seinen Durchbruch hatte er 1998 mit dem Titel "If you believe". Seitdem hat er insgesamt neun Alben eingespielt, auch als Dick Brave. Sasha ist zudem Entertainer und Moderator im Fernsehen, etwa als Juror bei "The Voice Kids". 2021 erschien seine Autobiografie.

Welchen Stellenwert haben Reisen oder Urlaub für Sie?
Urlaub ist mein größter und liebster Luxus. Und es ist so wichtig, um aufzutanken und einmal alles hinter sich zu lassen. Dabei ist es egal, ob es ein Kurztrip ist oder es lang und weit weg geht.

Wie oft können Sie denn Urlaub machen bei all Ihren Verpflichtungen?
Organisatorisch ist das momentan echt herausfordernd. Aber wenn wir dann wieder eine Woche oder ein paar Tage gebucht haben, geht es mir allein wegen der Vorfreude besser. Meine Frau und ich haben sogar schon Urlaub in der eigenen Stadt gemacht und uns zwei Tage im Hotel Vier Jahreszeiten gegönnt.

Kann man als Prominenter überhaupt in Ruhe urlauben?
Es kommt tatsächlich auf das Ziel an. Ich würde mir jetzt nicht ein Hotel am Ballermann aussuchen. Wir haben früher eigentlich immer Ferienhäuser gebucht – ob allein oder mit Freunden. Die Hotels sollten sehr weit weg sein.

Ihre Frau ist auch ihre Managerin, seit 2018 sind Sie Eltern: Was hat sich bei Ihren Reisen durch Ihren Sohn Otto verändert?
Mit unserem Sohn haben wir mehr gemerkt, wie toll Hotelurlaub ist und wie happy er ist, wenn auch andere Kinder da sind. Viele Hotels haben mittlerweile tolle Angebote für Kinder. Man trifft sich mit gleichgesinnten Familien und hat eine gute Zeit. Alle wollen ja das Gleiche, und zwar einfach Urlaub machen. Mein Prominentsein ist da oft sekundär. Und das eine oder andere Foto machen tut ja nicht weh. Im Gegenteil, vor allem wenn die Kids Fans sind, freut mich das immer.

Sind es eher kurze Trips oder auch mal längere Auszeiten? Wie oft kommen Sie mal raus?
Das kommt einfach ganz aufs Jahr an. Dieses Jahr haben wir drei Wochen Kreta gebucht. Da muss ich aus dem Urlaub für die eine oder andere Show kurz zurückfliegen. Das geht innerhalb Europas zum Glück ganz gut.
1972 – ein besonderer Jahrgang
50 Jahre – so alt ist auch das Verlagshaus FVW Medien. In der aktuellen Magazinausgabe von fvw|TravelTalk blicken wir zurück und voraus, lassen andere 50-Jährige zu Wort kommen ebenso wie Young Professionals und ihre Pläne und stellen Unternehmen vor, die ebenfalls 1972 gegründet wurden.

Haben Sie eine Lieblingsregion? Wo fühlen Sie sich besonders wohl?
Wir lieben Italien! Meine Frau verbindet eine lange Reisetradition dorthin, und deshalb muss das einmal im Jahr sein. Aber auch Österreich ist ein Sehnsuchtsort für uns – oder Griechenland. Auf Mallorca haben wir geheiratet, daher bleiben wir dieser Insel immer verbunden. Los Angeles ist eine Art zweite Heimat. Dort haben wir sehr viele Freunde, und man holt sich eine Portion Gelassenheit und Kreativität ab. Thailand lieben wir auch sehr … und Mexiko … ach und all die Länder, die wir noch nicht kennen und gern mal kennenlernen würden.

Auch weiter weg geht es für Sasha mit Frau Julia und Sohn Otto im Urlaub, zum Beispiel in den Oman.
privat
Auch weiter weg geht es für Sasha mit Frau Julia und Sohn Otto im Urlaub, zum Beispiel in den Oman.

Organisieren Sie Ihren Privaturlaub im Reisebüro?
Wir sind mittlerweile echte Reiseprofis, unter anderem deshalb, weil uns der Job ständig auf Reisen schickt. Daher machen wir das oft sogar selbst. Es macht uns Spaß, uns abends mit einem Glas Wein vor den Rechner zu setzen und nach Hotels zu stöbern. Allerdings haben wir auch einige Stammhotels. Dort zu sein ist fast wie nach Hause kommen. Deshalb buchen wir dort direkt über E-Mail oder per Anruf. Wenn wir allerdings weiter weg wollen, etwa nach Asien, haben wir ein Reisebüro und lassen uns da gern beraten. Und bevor Sie fragen: Es ist Lotos Reisen in Köln, die auf Asien spezialisiert sind.

Konnten Sie in der Pandemie verreisen – oder war dann auch mal Deutschland-Urlaub angesagt?
Wir sind tatsächlich so oft wie möglich vereist. Sobald gelockert wurde, haben wir gebucht. Außerdem war ich ja mit dem Robinson Club auf "Rob 50"-Tour. Was aber wirklich nervig war, waren die nach unserem Empfinden überzogenen Quarantäneregeln für Kinder. Mit einem Zwei- bis Dreijährigen hat uns das im zweiten Jahr der Pandemie echt extrem eingeschränkt. Wir haben auf einige Reisen lieber verzichtet, statt uns im Anschluss in häusliche Quarantäne zu begeben.

Können Sie die Diskussion über nachhaltiges Reisen nachvollziehen? Würden Sie etwa auch mal häufiger den Zug nehmen oder statt einer Flugreise in der Nähe urlauben?
Das kann ich schon nachvollziehen. Da ich keinen Führerschein besitze, bin ich eh ein leidenschaftlicher Zugfahrer. Wir haben außerdem Mecklenburg-Vorpommern für uns entdeckt.

Während der Pandemie hat die Familie Schmitz-Röntgen, so der bürgerliche Name von Sasha, Mecklenburg-Vorpommern schätzen gelernt. Hier spielt Sasha mit seinem Sohn im Fleesensee.
privat
Während der Pandemie hat die Familie Schmitz-Röntgen, so der bürgerliche Name von Sasha, Mecklenburg-Vorpommern schätzen gelernt. Hier spielt Sasha mit seinem Sohn im Fleesensee.


Waren Sie schon mal auf einer Kreuzfahrt? Wie gefällt Ihnen diese Art von Urlaub?
Ich durfte schon auf verschiedenen Schiffen zu verschiedenen Anlässen singen – das hat mir immer gut gefallen. Erst kürzlich haben meine Familie und ich dann mal einen kleinen Trip mit einem wirklich ganz tollen Schiff gemacht. Es hat uns alle total entschleunigt, und unser Sohn fand das natürlich irre spannend.

Ich muss wieder nachfragen: Auf welchem Schiff waren Sie?
Auf der Europa 2 von Hapag-Lloyd Cruises.

Auf nach Hollywood: Los Angeles ist einer der Lieblingsorte von Sänger Sasha und seiner Frau Julia.
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Auf nach Hollywood: Los Angeles ist einer der Lieblingsorte von Sänger Sasha und seiner Frau Julia.

Was waren besondere Reiseerlebnisse, an die Sie sich gern erinnern?
Da gibt es mittlerweile zum Glück sehr viele. Eines war aber ganz besonders: ein Roadtrip mit meiner Frau von Los Angeles über Las Vegas, Utah, am Colorado River hoch in die Rocky Mountains und von da über Dallas nach Baja California. Da ist so viel Lustiges passiert, da könnten wir ein Buch drüber schreiben.

Und zu guter Letzt: Was ist Ihr großer, unerfüllter Reisetraum?
Eine Weltreise. Und das ist auch ganz fest geplant. Kurz bevor Otto in die Schule kommt, werden wir das hoffentlich umsetzen können.

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