fvw|TravelTalk Fam Trip Italien

Ein Auftakt mit "Wow"-Effekt in Matera

Blick über Matera: Die Häuser, in warmes orangefarbenes Licht getaucht, scheinen wie übereinandergestapelt.
FVW Medien/OG
Blick über Matera: Die Häuser, in warmes orangefarbenes Licht getaucht, scheinen wie übereinandergestapelt.

Für viele gilt sie als die schönste Stadt Italiens: Selbst um Mitternacht tobt in Matera in der Region Basilikata noch das Leben – zwischen den Gemäuern einer der ältesten Städte der Welt. Hier startete fvw|TravelTalk ihren Fam Trip Basilikata.

Gleich zu Beginn stand ein echter "Wow"-Effekt: der Blick von einer Stadtterrasse in der Altstadt über das in düsteres, warmes Licht getauchte Matera. Manch einer der 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprach von einem Gänsehautmoment. Die Häuser, allesamt aus gelbem Sandstein errichtet, scheinen übereinander gestapelt, dazwischen enge Gassen, und ganz oben, auf einem Gipfel, thront die gewaltige Kathedrale.

"Welche traumhafter Auftakt", sagt Birgit Kruse-Hellinghausen vom Reisebüro Decku, und Henning Beckering (Atouro) pflichtet ihr bei: "Das ist einfach nur wunderbar!" Die ganze Stadt, die bereits vor 4000 Jahren – also in der Jungsteinzeit – besiedelt war, leuchtet orangefarben. Das Besondere an ihr sind die Höhlen – die Sassi –, welche die Menschen damals in die weichen Tuffelsen schlugen und die bis in die 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts bewohnt waren.

Eine Stadt aus Felshöhlen

Und es ist noch gar nicht so lange her, da galt Matera bei denen, die es überhaupt kannten, als Schandfleck, als zurückgeblieben. Bis es irgendwann die Film-Branche als perfekte historische Kulisse entdeckte, bis die Unesco es 1993 zum Weltkulturerbe erklärte und bis die Europäische Union Matera 2019 zur Kulturhauptstadt ernannte.

Das erste Höhlenhotel eröffnete 1996 – heute gibt es 400 Unterkünfte in den Sassi, davon fünf Fünf-Sterne-Hotel mit Übernachtungspreisen von bis zu 1000 Euro. Und wer die Massen an Touristen sieht, die sich am Samstag Abend durch die Stadt schieben und die Restaurants bevölkern, der mag nicht glauben, dass vor wenigen Jahren kaum ein Italiener den Namen dieser Stadt kannte.

Dabei stand bis vor 10, 15 Jahren bei kaum einem Touristen allein das Ziel Basilikata auf dem Reiseplan. Meistens war es mit dem deutlich bekannteren Apulien gekoppelt – meist als Tagesausflug. Das hat sich inzwischen geändert. Selbst amerikanische Urlauber kommen gezielt nach Matera, um jene Stätten zu besichtigen, in denen etwa der jüngste James-Bond-Film gedreht wurde.

Typisch italienischer Start

Das Thema "Höhlen" prägte den Auftakt des fvw|TravelTalk Fam Trip in die Basilikata. Vom Flughafen im benachbarten apulischen Bari (die Basilikata hat keinen eigenen) ging es in gut einer Stunde nach Matera, wo im Höhlenrestaurant Il Falco Grillaio exquisit gespeist wurde, mit leckeren Vorspeisen wie Käse-Fleisch-Klößen bis zur selbstgemachten Pasta mit Lammfleisch und Pilzen.

Typisch italienischer Auftakt bei leckerer Kost
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Typisch italienischer Auftakt bei leckerer Kost

Und übernachtet wurde im Höhlenhotel Sassi. Die spartanisch eingerichteten Räume mit vier Meter hoher Decke sind nur von draußen und über Treppen erreichbar – und bieten den erwähnten fantastischen Blick auf die Stadt. Da fiel es gar nicht so leicht, sich von diesem abzuwenden und sich lange, lange nach Mitternacht ins Bett zu begeben.

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