fvw|TravelTalk Fam Trip Italien (3)

Wenn Reiseprofis wie Engel schweben

Schweben wie ein Engel — am Stahlseil auf 1200 Meter Höhe.
Jens Hulvershorn
Schweben wie ein Engel — am Stahlseil auf 1200 Meter Höhe.

Erst die Kulturhauptstadt Matera, dann die wunderschönen Orte Castelmezzano und Maratea: Tag 3 des fvw|TravelTalk Fam Trip Basilikata führte die Reiseprofis in die Lukanischen Dolomiten und ans Mittelmeer.

Der Blick auf das historische Dorf ist traumhaft: Dicht an dicht stehen die schmalen Häuschen, alle in hellen Pastellfarben, mit braunen Fensterklappen und den typischen, flachen Walmdächern. Dahinter sattgrüne Hügel und Felslandschaft. Castelmezzano, so nennt sich das Städtchen in der süditalienischen Region Basilikata, das gerade noch 750 Einwohner zählt.

Doch die haben aus der Not – viele junge Menschen wandern in den reicheren Norden ab – eine Tugend gemacht: Etliche der leerstehenden Häuschen dienen heute als B&B. "Borgo diffuso" – auf Deutsch übersetzt "zerstreutes Hotel“ – heißt das Konzept, das inzwischen in vielen Teilen Italiens Erfolge feiert. Zwar gibt es eine einzige Rezeption, doch die Zimmer – bequem und modern eingerichtet – sind über die gesamte Ortschaft verteilt.

Hübscher Anblick: Castelmezzano in der Basilikata.
FVW Medien/OG
Hübscher Anblick: Castelmezzano in der Basilikata.

Auch die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des fvw|TravelTalk Fam Trip übernachten in Borgi diffusi. Allein für die Nacht in Castelmezzano sind sie über fünf dieser gemütlichen Unterkünfte verteilt.

Dabei bildet Castelmezzano, das in der Gebirgslandschaft der Lukanischen Dolomiten liegt, einen deutlichen Gegensatz zum zuvor besuchten Matera, der Europäischen Kulturhauptstadt 2019. Von Touristenmassen kann hier keine Rede sein, es geht ruhig und gemütlich zu – ein Stück authentisches Italien.

Wichtigste Attraktion ist neben den vielen Wanderwegen der sogenannte Engelsflug: In eine Halterung gespannt, rauschen Mutige an einem kräftigen Stahlseil schwebend mit einer Spitzengeschwindigkeit bis zu 120 km/h und in einer Höhe von 1200 Meter von Pietrapertosa nach Castelmezzano. Nur wenige Minuten dauert der "Flug", den gleich mehrere der Fam-Trip-Teilnehmer wagen, doch das Erlebnis ist einzigartig. "Wirklich toll", schwärmt etwa Laura Nadicksbernd vom "Reisekompass" in Ochtrup.

Und von Castelmezzano geht es weiter an die nur 33 Kilometer lange Küste der Basilikata am Tyrrenischen Meer. Nach einer Stärkung auf dem hübschen mittelalterlichen Hauptplatz des Städtchens Maratea führt der Weg zu einer weiteren Sehenswürdigkeit des Ortes: die auf 650 Meter Höhe gelegene und 21 Meter hohe Christusstatue. Mitte der 60er-Jahre errichtet, beeindruckt sie heute Touristen – und der Blick auf Meer und Gebirge ist einzigartig.

"Die Basilikata ist eine echte Perle", fasst Sabine Schemberg vom Osterfelder Reisebüro die vergangenen drei Tage zusammen: "Da jagt ein Highlight das andere." Das nächste wird morgen folgen – in Form des Nationalparks Pollino rund um das Städtchen Rotanda.

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