fvw|TravelTalk Fam Trip (Teil 1)

In fünf Tagen die Schweiz erkunden

Höhenangst wäre hier fehl am Platz: Selfie-Shooting auf der First (Grindelwald).
FVW Medien/OG
Höhenangst wäre hier fehl am Platz: Selfie-Shooting auf der First (Grindelwald).

Es war ein fvw|TravelTalk Fam Trip der ungewöhnlichen Art: Zehn Reiseprofis machten sich auf die Tour durch die Eidgenossenschaft. Das Besondere: Nach dem gemeinsamen Auftakt in Luzern verteilten sie sich auf vier Regionen. Was sie dabei erlebten.

In Zweier- und Dreiergruppen erkundeten sie das Berner Oberland (Jungfrau und Interlaken), das Engadin, die Region Arosa Lenzerheide und das Tessin ganz im Süden. Fortbewegt haben sie sich nachhaltig – per Zug: Alle Teilnehmer erhielten den Swiss Travel Pass. In zwei Folgen berichten wir über die Erlebnisse. Heute: Jungfrau-Region und Engadin.

1. Wo Sherlock Holmes ermittelte: Jungfrau-Region und Interlaken
Nichts für schwache Nerven: Die Teilnehmerinnen der Gruppe Berner Oberland wandeln auf schmalem Pfad in schwindelerregender Höhe. Genauer gesagt sind sie auf dem erst 2015 gebauten Cliff Walk unterwegs: eine Brücke, die zunächst eng am Felsen und dann direkt über den Abgrund führt. Und das in einer Höhe von 2200 Metern!

Zu finden ist sie auf der First über dem bekannten Wintersportort Grindelwald in der Jungfrau-Region. Der will verstärkt auch im Sommer Urlauber in seine fantastische Bergwelt locken. Eine Gelegenheit dazu bietet – neben den Bahnen zum Jungfraujoch und auf die Pfingstegg – eben die Aussichtswarte Grindelwalds, die First. Zunächst lässt sich eine gut 30-minütige Fahrt mit der Gondelseilbahn genießen, bevor sich viele Aktivoptionen eröffnen. Wanderer etwa zieht es zum Bachalpsee oder zur Schynige Platte. Und wer Action vorzieht, der kann sich am Drahtseil als "Firstflieger" betätigen oder mit dem Roller (Trotti) hinuntersausen.

Mit einem Meisterdetektiv machen die Teilnehmer zuvor im Ort Meiringen Bekanntschaft – mit dem berühmten Sherlock Holmes. Denn ob Sherlock-Holmes-Museum, Sherlock-Holmes-Hotel oder Sherlock-Holmes-Denkmal: Wer durch Meiringen läuft, der begegnet Arthur Conan Doyles Romanfigur auf Schritt und Tritt. Kein Wunder: Hoch über dem Örtchen – am Reichenbachfall – forderte Holmes seinen Erzfeind Professor Moriarty zum Kampf. Das Handgemenge endete mit einem verhängnisvollen Fall in die Tiefe.

Watson, ich kombiniere: Das bin ich, Sherlock Holmes – vor meinem Museum in Meiringen im Haslital.
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Watson, ich kombiniere: Das bin ich, Sherlock Holmes – vor meinem Museum in Meiringen im Haslital.


Genau diesen Wasserfall nehmen die Expedientinnen in Augenschein. Mit der Reichenbachfallbahn fahren sie in die Höhe: ein originalgetreu nachgebauter 24-sitziger Holzwagen. Nach dem Aufstieg schmeckt die Spezialität, die einst in Meiringen erfunden wurde, umso besser: die "Meringues", bei uns besser bekannt als Baiser-Gebäck. Am besten im Tea Room Frutal. Danach geht es aber noch mal nach ganz oben: mit der Gondelbahn zunächst auf die sattgrüne Mägisalp und von dort weiter zum Alpen-Tower. Die Belohnung ist eine spektakuläre 360-Grad-Panoramasicht auf die umliegende Bergwelt und das Haslital.

In Hasliberg wiederum erkunden die Teilnehmer das Dörfchen Reuti: Grün, wohin das Auge reicht. In einem der schindelgedeckten Holzhäuser übernachten sie. Das bestens ausgestattete Hotel Reuti wurde recht frisch eröffnet.

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Die wuchtigen Wasserfälle der Gletscherschlucht Rosenlaui stehen am nächsten Tag auf dem Programm, ebenso wie das 1896 erbaute Sägewerk Schwarzwaldalp. Die von einem Wasserrad angetriebene Hobelmaschine ist heute eine kulturelle Attraktion. Das ist auch der Ballenberg – das Freilichtmuseum der Schweiz: Hautnah erleben die Teilnehmerinnen Kultur und Brauchtum des Landes. Gleich danach geht es in die Trauffer-Erlebniswelt, die Heimat der kultigen Holzkuh mit den roten Flecken. Von der 1322 Meter hohen Harder Kulm genießen die Reiseprofis am Abend den Ausblick auf Interlaken, Eiger, Mönch und Jungfrau.

Am letzten Tag schließlich fasziniert die Fahrt mit der nostalgischen Standseilbahn auf den Niesen, auf dem sich die mit 11.674 Stufen längste Treppe der Welt besteigen lässt. Die Teilnehmerinnen sparen ihre Kraft aber lieber für den abschließenden Stadtrundgang durch Thun mit seinen verwinkelten Gassen und historischen Gebäuden.

2. Hochgenuss in jeder Hinsicht: Engadin
Mit dem Panoramazug geht es für die Engadin-Gruppe nach Pontresina, vorbei unter anderem an der Eisenbahnbrücke Landwasserviadukt, das Wahrzeichen des Bündner Lands. In Pontresina fahren die Expedientinnen mit der Standseilbahn auf Muottas Muragl, wo sie in den nostalgischen Zweiersessellift umsteigen. Von der Bergstation führt sie der Höhenweg zur Alp Languard, wo sie im Bergrestaurant mit einem Apero in den Abend starten.

Mit der Bergbahn Diavolezza ("die Teuflische") begeben sich die Teilnehmerinnen am nächsten Tag auf knapp 3000 Meter. Dort genießen sie ein spektakuläres hochalpines Gletscherpanorama: Piz Palü, Piz Bernina, Piz Morteratsch und all ihre imposanten Nachbarn stehen Spalier. Die Bergregion entpuppt sich als ideales Wandergebiet – mit atemraubenden Aussichten und der Gelegenheit, in den klaren Bergseen zwischendurch zu schwimmen.

Viel Spaß im Engadin!
Silvia Hepperle
Viel Spaß im Engadin!


Ganz neu ist der zwei Kilometer lange Philosophenweg Muottas Muragl nun auch im Sommer geöffnet. Die Teilnehmerinnen lassen sich denn auch von geistreichen Persönlichkeiten wie Meta von Salis, Annemarie Schwarzenbach und Erich Kästner inspirieren.

Auch in kulinarischer Hinsicht entpuppt sich das Engadin als Hochgenuss. Das gilt zum Beispiel für den Brunch in der Alp-Schaukäserei Morteratsch (mit frisch geräuchertem Molkenkäse), für die Pizza aus dem Holzofen des Giardin und für das Restaurant Giodi im Hotel Saratz, in dem die Expedientinnen übernachten. Alle Gerichte sind saisonal, lokal und vegetarisch (Fleisch gibt es nur auf Wunsch als Beilage). Das Hotel selbst ist eine Wellness-Oase: mit Spa, Hallenbad und dem größten Freibad des Oberengadins.

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