fvw|TravelTalk Fam Trip Emilia-Romagna (2)

Mit Boot und Rad durchs "kleine Venedig"

Abendstimmung an der Lagune von Comacchio
Franziska Teply
Abendstimmung an der Lagune von Comacchio

Fahrradtouren, Bootsfahrt, Glamping und Kulturgenuss: Die 18 Teilnehmer des fvw|TravelTalk Fam Trips erlebten einen äußerst ereignisreichen zweiten Tag in der Emilia-Romagna.

Als angestellte Fischer arbeiteten die Männer monatelang für ihre Herren – die Herzoge der Romagna – in der Lagune von Comacchio. Als sie endlich wieder nach Hause durften, ließen sie sich noch frisieren und rasieren. Preis: ein bis zwei Aale, je nach Aufwand. Die Straße, in denen vor mehr als 200 Jahren die Salons zu finden waren, trägt heute noch den Namen "Mach Dich schön".

Der zweite Tag des fvw|TravelTalk Fam Trips in die Emilia-Romagna gestaltete sich für die 18 Expedientinnen und Expedienten äußerst ereignisreich. "Das war wirklich sehr intensiv heute – aber klasse", sagt Frank Issler, Inhaber von Frank Issler Mobile Touristik in der Eifel.

Zu den Höhepunkten gehörte gleich am Morgen der Besuch des hübschen und mitten in der Lagune gelegenen Städtchens Comacchio. Mit den vielen Kanälen, kleinen Brücken aus Ziegelsteinen und bunten Häuschen gilt der Ort – etwa 120 Kilometer nördlich von Rimini – als "kleines Venedig". "Das ist eine verstecke Perle an der Adria", sagt Inga Vasylenko (Viktoria Tours in Nürnberg): "Sehr ursprünglich – ein toller Tipp für meine Kunden."

Nach der Stadtbesichtigung ging es per Boot durch die faszinierende Lagunenlandschaft mit ihren vielen Astern- und Lavendel-Inseln und einer beachtlichen Flamingo-Kolonie. Über den Fischfang in der Lagune mit Reusen und die noch bis 2018 betriebene Salzgewinnung erfuhren die Teilnehmer dann einiges bei der folgenden Radtour – ebenso wie über das Leben der Fischer in früheren Jahrhunderten und heute.

Nach Boot und Rad standen weitere Mobilitätswechsel an: auf Touristenzug und E-Mountainbike. Mit dem Bähnchen "Trenino" durchquerten die Expedienten zunächst den Lido del Sol, einen der größten Glamping- und Campingplätze im Nationalpark Po-Delta, und sie bestaunten direkt im Anschluss das Unesco-Weltkulturerbe von Ravenna. Die Kirchen der einstigen römischen Kaiserstadt sind in ihrem Innern vollständig von biblischen Szenen bedeckt, die aus Hunderttausenden von Mosaiksteinen bestehen.

Anschließend war die sportliche Fitness der Reisebüro-Profis gefragt: Die gut 35 Kilometer lange Strecke von Ravenna in die Adria-Stadt Cervia legten sie mit dem E-Mountainbike zurück, über Straßen, Schotterpisten und durch Kiefernwälder. In Cervia selbst, wo sich ein Restaurant an das andere reiht und mehrere Straßenmärkte lockten, wurden sie für ihre Mühen mit frisch gefangenem Fisch belohnt – lecker gegrillt im Lokal der örtlichen Fischereivereinigung.

Sie können diese Nachricht nicht mehr kommentieren.

stats