Risk Map 2023

Die globalen Risiken für Reisende nehmen zu

Beim Blick auf die gesundheitlichen Risiken für 2023 sind die Gefahren in Europa und Nordamerika gering (grün) bis mittel (gelb). In anderen Erdteilen ist die Situation laut Analyse von International SOS gefährlicher. Hier reicht die Einschätzung von wechselnd (grau) über hoch (orange) bis sehr hoch (rot).
FVW Medien/MAJ
Beim Blick auf die gesundheitlichen Risiken für 2023 sind die Gefahren in Europa und Nordamerika gering (grün) bis mittel (gelb). In anderen Erdteilen ist die Situation laut Analyse von International SOS gefährlicher. Hier reicht die Einschätzung von wechselnd (grau) über hoch (orange) bis sehr hoch (rot).

International SOS, einer der führenden Anbieter von Sicherheits- und Gesundheitsdienstleistungen, veröffentlicht seine Risk Map 2023. Die Aussichten sind dabei nicht gerade positiv: Denn die Reise- und Gesundheitsrisiken nehmen in vielen Regionen zu.

Die größte Sicherheitskrise des laufenden Jahres war wenig überraschend der Konflikt in der Ukraine. Dies spiegelt sich in der Sicherheitsebene der interaktiven Risk Map von International SOS wider, da Teile der Ukraine nun mit einem "extremen" Sicherheitsrisiko gekennzeichnet sind. Trotz der weitreichenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie eines zu beobachtenden Anstiegs sozialer Unruhen im Zusammenhang mit gestiegenen Lebenshaltungskosten hat sich das grundlegende Sicherheitsrisiko-Umfeld nach Einschätzung der Analysten von International SOS in Europa allerdings nicht verändert.

In Afrika wiederum ist nach Angaben des Dienstleisters vor allem ein Anstieg der Risikoeinstufung in der Sahelzone zu verzeichnen, wo sich die Bereiche mit einem extremen Sicherheitsrisiko aufgrund der zunehmenden Militanz ausgeweitet haben. Dieser Trend ist auch in Mosambik und anderen Teilen Afrikas zu beobachten.

In Lateinamerika verzeichnet insbesondere Kolumbien einen Anstieg der Kriminalität, der zum Teil auf die sozioökonomischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist – insofern hat die Anzahl der Hochrisikozonen in dem Land zugenommen.

Die Risikokarte "Risk Map" ist ein wichtiges Instrument des Risikomanagements, mit dem medizinische und Sicherheitsrisiken auf einer fünfstufigen Skala bewertet werden – von "gering" bis "sehr hoch" bei der medizinischen Karte sowie von "unbedeutend" bis "extrem" bei der Sicherheitskarte. Die Karte verwendet eine Kombination aus internen und externen Daten, die von dem Expertenteam von International SOS analysiert werden. Neben medizinischen und sicherheitsrelevanten Risikoebenen bietet die Karte erstmals eine weitere Kategorie, die psychische Erkrankungen weltweit darstellt.

"Aufgrund der wachsenden Zunahme von Reise- und Gesundheitsrisiken in vielen Regionen, ist es wichtig, dass sich die Unternehmen auch auf die Entschärfung der anhaltenden Auswirkung von psychischen Gesundheitsproblemen konzentrieren", erläutert Stefan Eßer, Ärztlicher Leiter Zentraleuropa bei International SOS, den Ausbau der Karte um eine weitere Kategorie.  "Obwohl regelmäßig andere akute medizinische Probleme auftreten, die ebenfalls erheblichen Einfluss haben können, bleiben die psychischen Gesundheitsprobleme im Hintergrund bestehen und dürfen nicht übersehen werden", berichtet Eßer weiter.

Die Risikokarte soll es Unternehmen ermöglichen, ein besseres Verständnis der allgemeinen Sicherheitslage in den Ländern, durch die Firmenmitarbeiter möglicherweise reisen werden oder in denen sie arbeiten. Dies wiederum kann den Arbeitgebern helfen, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, um die spezifischen Risiken, denen ihre Mitarbeiter ausgesetzt sein könnten, abzuschwächen.
2 Kommentare Kommentieren

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1.
Patricia de Mayer
Erstellt 30. November 2022 23:33 | Permanent-Link

Sehr schön, dass Sie eine farbige Karte zeigen, aber Sie vergaßen, den Farbschlüssel mit einzubeziehen.

Martin Jürs Autor
Erstellt 1. Dezember 2022 09:27 | Permanent-Link

@Patricia de Mayer: Vielen Dank für den Hinweis. Die Einteilung findet sich jetzt in der Bildunterschrift. Der Farbschlüssel passte leider nicht ins Bildformat. Sie können zudem auf den Link im Text klicken, dann öffnet sich die interaktive Mappe mit den entsprechenden Hinweisen.
MfG
Martin Jürs



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