Nach Corona

Dax-Konzerne wollen bei Geschäftsreisen sparen

Mitarbeiter der großen deutschen Konzerne dürften in Zukunft deutlich seltener auf Geschäftsreise gehen als vor der Corona-Krise.
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Mitarbeiter der großen deutschen Konzerne dürften in Zukunft deutlich seltener auf Geschäftsreise gehen als vor der Corona-Krise.

Aufgrund der Corona-Krise finden derzeit nur wenige Geschäftsreisen statt. Doch auch nach dem Ende beziehungsweise dem Abflauen der Pandemie wollen deutsche Konzerne bei der Durchführung von Dienstfahrten zurückhaltend bleiben.

55 Mrd. Euro haben deutsche Unternehmen und Behörden vor der Corona-Krise im Jahr für Geschäftsreisen ausgegeben. Bis dieser Rekordwert wieder erreicht wird, dürfte einige Zeit vergehen – wenn überhaupt. Denn zumindest Deutschlands führende Wirtschaftsunternehmen wollen auch nach dem Ende der Krise und bei einer weiteren Erholung der Wirtschaft bei Geschäftsreisen sparen, wie eine Umfrage vom "Handelsblatt" bei den Dax-Konzernen zeigt.

Demnach will zum Beispiel Bayer die Mitarbeiter künftig nur noch halb so oft auf Geschäftsreisen schicken wie vor der Krise. Der Pharmariese wolle so 200 Mio. Euro sparen, berichtet das "Handelsblatt". Die Deutsche Wohnen will die Zahl ihrer Dienstfahrten immerhin um knapp ein Drittel reduzieren.

Auch die Allianz hat unter dem Eindruck der Corona-Krise eine Neubewertung von Geschäftsreisen vorgenommen. So verfolgt der Versicherungskonzern künftig laut neuer Reiserichtlinien das Ziel, "Reisen in erheblichem Maße zu reduzieren". Meetings zumindest mit Personen von anderen Allianz-Standorten sollen demnach möglichst virtuell durchgeführt werden. Dies solle in Zukunft bei der Allianz der neue Standard sein, Reisen dagegen die Ausnahme.

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