Lieber mehr Schnelltests

VDR gegen Einreiseverbote aus Mutationsgebieten

Seit dem Wochenende dürfen Staatsbürger aus Ländern, in denen sich hochansteckende Virusmutationen vebreiten, nicht mehr nach Deutschland einreisen. Der VDR fordert, dass notwendige Geschäftsreisen weiterhin möglich bleiben müssten.

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) spricht sich in der Diskussion über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen zusätzliche Reisebeschränkungen und für mehr Covid-19-Schnelltests aus. Damit positioniert sich der deutsche Geschäftsreiseverband gegen das von der Bundesregierung ausgesprochene Verbot für Beförderungen aus sogenannten Mutanten-Gebieten.

Dieses gilt seit dem Wochenende etwa für Brasilianer, Portugiesen oder Briten, die nach Deutschland reisen wollen.

"Geschäftsreisen sind die Basis für laufende und zukünftige Geschäfte und das Rückgrat ganzer Wirtschaftszweige", sagte VDR-Präsident Christoph Carnier. "Zwar haben die deutschen Unternehmen Ihre Geschäftsreisetätigkeit bereits auf ein absolutes Minimum reduziert, doch beruflich bedingte Ortswechsel ins In- und Ausland bleiben für viele Branchen essentieller Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit."

Notwendige Geschäftsreisen, etwa zur Inbetriebnahme oder Wartung technischer Anlagen, müssten weiter möglich bleiben. Andernfalls werde die ohnehin gebeutelte Wirtschaft weiteren Schaden nehmen, so Carnier.

Durch den Ausbau von Covid-Schnelltestkapazitäten etwa an Flughäfen könnte nach Ansicht des VDR das Risiko einer weiteren Verbreitung des Coronavirus verringert werden, ohne Dienstreisen mit zusätzlichen Einschränkungen weiter zu erschweren.

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