Abta-Lounge

Automobil-Club – aber für Menschen

Hannes Schwarz (HRS, Moderator), Irene Klomüller, Olaf Piéla (ISOS) und Abta-Präsident Andreas Gruber.
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Hannes Schwarz (HRS, Moderator), Irene Klomüller, Olaf Piéla (ISOS) und Abta-Präsident Andreas Gruber.

Die erste Abta-Business-Travel-Lounge beschäftigte sich mit den Themen Reisesicherheit und Resilienz. Inzwischen befindet sich auch Wien wieder in einem Lockdown.

Sichtlich hoch erfreut, einander nach einer längeren Corona-Zwangspause wieder zu sehen, zeigten sich die Teilnehmer an der jüngsten abta Business Travel Lounge in Wien (vor dem Lockdown). Olaf Piéla, Business Development Director Austria von ISOS, berichte über Reiserisikominimierung bei beruflichen Auslandsaufenthalten, während die Ärztin und Psychotherapeutin Irene Kloimüller  aktuelle Überlegungen zum Thema "Fit für die Zukunft" präsentierte.

Ihr Fazit: Arbeitsfähigkeit, Lebensqualität und Lebenserwartung gehören zusammen. Die ausgewogene Integration von Beruf, Privatleben und Regeneration seien entscheidend für eine gute persönliche Balance auch in schwierigen Zeiten.

Im Vorfeld der Travel Lounge fand wie berichtet die jährliche Abta-Generalversammlung mit Wahl des Vorstandes statt. Präsident Andreas Gruber stellte zwei Neuzugänge im Vorstand vor: Marion Würtz-Schmiedberger, cargo-partner GmbH und Angela Lille, Erste Group Services Gmbh. Zum Programm für 2021 sagte er, dass, "wenn es so weitergeht, von Reisetätigkeit nicht viel die Rede sein wird".

Trotzdem habe man ein ambitioniertes Programm aufgestellt, in der Hoffnung, davon möglichst viel umsetzen zu können. Im Jänner 2021 soll die Abta-Akademie nachgeholt werden, die im April dieses Jahres den bekannten Umständen zum Opfer gefallen war.

ISOS-Manager Olaf Piéla berichtete, das im letzten halben Jahr die Anfragen aus dem Reisebereich stark zugenommen haben. Es würden viele Info-Materialien erstellt, die in zahllosen Sprachen eigens aufgelegten Corona-Infoblätter erwiesen sich als Hit. "Wir sind so etwas wie der ÖAMTC, nur nicht für Autos, sondern für Menschen."

Wie Piéla ausführte, wird die Bedeutung "psychologischer Gesundheitsfragen" voraussichtlich weiter zunehmen. Diese Frage werde zunehmend auch das Thema von Reiserichtlinien werden. Derzeit würden diese Punkte nur von etwa 15 Prozent der Firmen ausreichend wahrgenommen. Man dürfe beispielsweise nicht vergessen, welche Probleme dadurch entstehen, dass praktisch über Nacht zahllose Mitarbeiter ins Home Office befördert wurden.

Zu den Problemen der Krise gehöre neben den Reisebeschränkungen vor allem auch ein erweitertes Haftungsrisiko, verbunden mit einer entsprechenden Fürsorgepflicht. Der Arbeitgeber müsse seine Business Traveller entsprechend aufklären und mit Hilfe von Experten so gut wie möglich absichern. "Dieser Punkt ist tatsächlich ernster als bisher zu nehmen."

Wir werden alle mit dem Virus in irgendeiner Form in Kontakt kommen und damit leben müssen, leitete Irene Kloimüller ihr Referat "Fit für die Zukunft" ein. "Fit" bedeute, dass Mensch und Arbeit möglichst gut zusammenpassen sollen, denn die persönliche Zukunft jedes einzelnen werde durch die Arbeitsfähigkeit massiv beeinflusst.

Die Arbeitsfähigkeit im Berufsleben hat, so die Referentin, großen Einfluss auf das spätere Leben, von Krankheiten bis hin zur Sterblichkeit. Merkmale der Arbeitsfähigkeit seien Gesundheit ("wichtige Basis, aber allein zu wenig“), eine gewisse Stabilität, Motivation, Resilienz (Widerstandskraft) und vor allem Kompetenz am Arbeitsplatz.

Je besser die Arbeitsfähigkeit, desto besser sei es nicht nur für den einzelnen, sondern auch um die Produktivität des Unternehmens bestellt. Verbessern lasse sich die Arbeitsfähigkeit etwa durch Sport, weniger Fließband (bessere Ergonomie) und nicht zuletzt durch bessere Anerkennung seitens der Vorgesetzten.

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