Meine Woche | KW36

Vier Tage in einem Juwel Italiens

Oliver Graue ist Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk.
FVW Medien
Oliver Graue ist Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk.

An dieser Stelle berichtet Oliver Graue, Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk, über seine Woche im Business Travel – und über andere Begebenheiten.

Samstag, 3. September 2022

So langsam wird es zur Gewohnheit – zu einer schönen Gewohnheit natürlich: Zum 4. Mal innerhalb von nur 18 Monaten hat ein fvw|Travel Talk Fam Trip nach Italien geführt. Und zum 4. Mal war ich als Vertreter der fvw mit von der Partie. Offen gesagt: Ich kann mir Schlimmeres vorstellen.

Oder positiv formuliert: Die Reise war toll. Nachdem die ersten drei Trips in norditalienische Regionen führten, ins Piemont, in die Romagna und ins Friaul, war nun der Süden an der Reihe. Es ging in ein Gebiet, das zumindest in Deutschland touristisch noch wenig bekannt ist, das aber eine echte Perle Italiens darstellt: die Basilikata. Die Region, die zwischen Apulien, Kalabrien und Kampanien (Neapel) liegt, ist nicht nur (wirklich!) authentisch, sondern besticht mit einer ungeheuren Vielfalt.

So besuchten wir innerhalb der vier Tage die Unesco-Welterbestadt Matera, die schon vor 4000 Jahren, also in der Jungsteinzeit, besiedelt wurde. Zu diesem Zweck bauten die Einwohner in die Felsen aus weichem Tuffstein Höhlen, die heute noch das Stadtbild bestimmen. Bis in die 1960er-Jahre lebten Menschen darin, unter schlechtesten hygienischen Bedingungen, die Regierung siedelte sie in moderne Sozialbauten um. In den 70ern kamen dann die Hippies nach Matera, und seit 1986 zogen die früheren Einwohner – wenn auch nur 1000 der einst 15.000 – in die sorgsam sanierten historischen Gebäude zurück.

Heute drängen sich im Sommer Touristen durch die Stadt, die Hollywood gern als Filmkulisse nutzt, zuletzt übrigens für den aktuellen James Bond. Für uns ging es dann weiter in die Lukanischen Dolomiten ins hübsche Städtchen Castelmezzano, und einige Teilnehmer wagten den "Engelsflug": In 1200 Metern Höhe schwebten sie mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h über Berg und Tal. Ich habe gekniffen.
Hübscher Anblick: Castelmezzano in der Basilikata.
FVW Medien/OG
Hübscher Anblick: Castelmezzano in der Basilikata.

Im Strandbad von Maratea, einer gemütlichen, charmanten Stadt am Mittelmeer, war ich natürlich dabei. Ebenso bei der kurzen Wanderung durch den Nationalpark Pollino, mit 192.000 Hektar einer der größten Europas. Ruhe und Entspannung pur und immer wieder herrliche Ausblicke in die Täler!

Übernachtet haben wir übrigens in sogenannten "Borgi diffusi": Hotels, die über die jeweils ganzen Städtchen verteilt sind. Zwar gibt es meist nur eine einzige Rezeption, doch die Zimmer sind, verstreut durch die Stadt, in leerstehenden Häusern eingerichtet. Hier hilft der Tourismus, Orten, die wegen massiver Abwanderung kurz vor dem Aussterben standen, doch noch ein Überleben zu garantieren!

Sonntag, 4. September 2022

Aus Italien nun zurück nach Deutschland – zu zwei meiner heimischen Lieblingsregionen, nämlich Sachsen-Anhalt und die Schwäbische Alb. Beide Gegenden bereise ich gern, in beiden fühle ich mich sehr wohl, und für beide sind nun im Berliner Trescher-Verlag neue Reiseführer erschienen.

In seinem Büchlein "Schwäbische Alb" (280 Seiten, Preis: 16,95 Euro) beschreibt Autor Marcus Bingel die Region in wirklich all ihren Aspekten. Städtereisende und Kulturinteressierte finden darin ebenso eine riesige Menge an Tipps wie Wanderer, Radfahrer und andere Aktivurlauber.
Trescher

Präsentiert werden die Westliche Alb mit Tübingen, Hechingen, Sigmaringen und Donaudurchbruch, die Mittlere Alb mit Reutlingen, Riedlingen, Obermarchtal, Nürtingen und Blaubeuren sowie die Ostalb mit Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim und Bopfingen. Dazu gibt's s
pezielle Texte zu übergreifenden Sehenswürdigkeiten wie dem Limes oder zu Persönlichkeiten der Alb, von Graf Stauffenberg bis Matthias Erzberger.

Auch den Reiseführer "Sachsen-Anhalt" (420 Seiten, 19,95 Euro) kann ich empfehlen. Autor Heinzgeorg Oette stellt das Bundesland in all seinen Facetten dar, und von denen gibt es reichlich. Der Harz und der Kyffhäuser gehören dazu, die Altmark, aber auch die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, das Bauhaus in Dessau und die Weinregion rund um Naumburg. Nicht zu vergessen die äußerst sehenswerte Landeshauptstadt Magdeburg.
Trescher

Oder der Wörlitzer Park. Und natürlich der Burgenlandkreis und das Voigtland. Das Gute: Oette geht in seinem Buch auch auf die vielen scheinbar kleinen Attraktionen ein, hinter denen sich aber oftmals spannende Geschichten verbergen.

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