Meine Woche | KW 34

Warum der Zebrastreifen wirklich Zebrastreifen heißt

Zebrastreifen – wie hier in Hamburg – gibt es seit den 50er-Jahren.
Von Minderbinder, via wikimedia.org
Zebrastreifen – wie hier in Hamburg – gibt es seit den 50er-Jahren.

An dieser Stelle berichtet Oliver Graue, Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk, über seine Woche im Business Travel.

Montag, 23. August 2021

Sie ist meist irgendwo am Seitenrand platziert und besteht oft nur aus wenigen Sätzen: Dabei gehört die Rubrik "Damals", "Kalenderblatt" oder "Vor 25, 50 und 100 Jahren", wie sie meist heißt, zu den von mir am liebsten gelesenen Artikeln in der Tageszeitung. Ob es um bedeutende Geburtstage, um Erfindungen, Wahlen, politische Entscheidungen, Kriege oder Katastrophen geht – ich finde es immer interessant, über Geschehnisse in der jüngeren Vergangenheit zu lesen.

An manche dieser Dinge kann ich mich – Jahrgang 1967 – noch selbst erinnern. Anderes geschah vor meiner Geburt. Zum Beispiel die Erfindung des Zebrastreifens. Ehrlich gesagt habe ich mir bislang wenig Gedanken über Zebrastreifen gemacht. Ich ärgere mich höchstens, wenn Mitmenschen aus Faulheit nur 50 oder gar 20 Meter neben diesen Streifen die Straße überqueren und Kindern damit ein äußerst schlechtes Beispiel geben.

Aber wussten Sie, liebe Leserinnen und Leser, das der Zebrastreifen bei seiner Einführung 1953 gar nicht Zebrastreifen hieß – sondern "Dickstrichkette"? Um den Autofahrern, die sich aus Gewohnheit zunächst gar nicht um diese "Dickstrichketten" kümmerten, die Neuerung bekanntzumachen, startete die Tageszeitung "Hamburger Abendblatt" gemeinsam mit der Polizei eine Aktion. Wer sich rücksichtsvoll verhielt und vor den Streifen anhielt, erhielt die Plakette "Zeichen eines besonders rücksichtsvollen Autofahrers", kurz: "Zebra".

Dieser Name setzte sich in der Folgezeit durch. Und seit 1964 schließlich sind Autofahrer rechtlich verpflichtet, an Zebrastreifen Fußgängern Vorrang zu gewähren.

Finde ich spannend. Und ich freue mich schon auf das nächste "Kalenderblatt" in meiner Tageszeitung.

Dienstag, 24. August 2021

Reiseführer gibt es viele, und die meisten von ihnen gehen sehr ausführlich auf das jeweilige Ziel ein: Neben der Beschreibung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erläutern sie Geschichte und Alltag des Reiselandes und geben oft eine Vielzahl praktischer Tipps.

Wer es weniger ausführlich mag und "einfach mal drauflos reisen" will, dem empfehle ich das jetzt erschienene Buch "Simple Travel" (DuMont Reiseverlag, 256 Seiten, Preis: 26,95 Euro). Auf jeweils wenigen Seiten beschreiben die Autoren jeweils "einen überraschenden Trip", wie es auch im Untertitel des Führers heißt.

Dumont


Ob Färöer-Inseln, Irland, ungarische Puszta, Transsilvanien in Rumänien, Pyrenäen oder Baltikum: 35 Touren durch Europa laden zum Nachreisen ein. Gleich im Inhaltsverzeichnis sind die nötigen Verkehrsmittel angegeben, und in den jeweiligen Kapiteln werden auf drei bis vier Doppelseiten einzelne Etappen (samt Dauer) vorgeschlagen. Das "Travel Diary" ergänzt das Ganze um Infos zur An- und Weiterreise, Checklisten und Kilometerangaben.

Alles, wie der Name schon sagt, ganz kurz und simpel gehalten. Und wer nicht sofort losfährt, der kann schon mal mental und mit dem Finger über der Karte reisen – die schönen Fotos helfen dabei.

Mittwoch, 25. August 2021

Den nächsten Blog "Meine Woche" gibt es erst übernächste Woche. Dann berichte ich über unser Destination-Forum in Armenien, das in der kommenden Woche stattfinden wird.

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