Meine Woche | KW 08

Lange Wörter und noch längere Filmabende

Oliver Graue ist Chefredakteur BizTravel
FVW Medien
Oliver Graue ist Chefredakteur BizTravel

An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

Montag, 22. Februar 2021

Schon mal etwas von Hochleistungsflüssigkeitschromatographie gehört? Oder von Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus? Nein, keine Sorge, mit Corona hat beides nichts zu tun. Vielmehr gehören diese beiden Begriffe zu den Top 10 der längsten Wörter der deutschen Sprache.

Und noch etwas haben Hochleistungsflüssigkeitschromatographie und Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus gemeinsam – und unterscheiden sich damit auch nicht vom Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz: Sie passen in keine Überschrift über eine Meldung bei fvw | TravelTalk. Zum Glück ist das für uns auch kein Problem, denn weder berichten wir über analytische Chemie noch über genetische Fingerabdrücke. Und falls die Unternehmenssteuer bei uns doch mal zum Thema werden sollte, lässt sich immerhin eine Abkürzung heranziehen: UntStFG.

Ehrlich gesagt: Ich habe mit solchen Ultralangworten häufiger mal meine Schwierigkeiten. Ich verstehe (oder besser gesagt: lese) manchmal etwas ganz anderes, als diese Wörter eigentlich bedeuten sollen. Als ich kürzlich beispielsweise eine Gebrauchsanleitung in der Hand hatte, war von einem Ventileinsatzdreher die Rede. Woraufhin ich mich erstmal fragte, um was es sich bei einem Ventilein-Satzdreher wohl handeln könnte. Klar, gemeint war der Ventil-Einsatzdreher.

Und in der Hamburger S- und U-Bahn hängt neben den Türen ein Schild, das auf die Notentriegelung hinweist. Noten-Triegelung? Hat das etwas mit den Menschen zu tun, die immer mal wieder in die Bahn kommen, um musikalisch ein bisschen Geld zu erbetteln?

Dabei sind weder der Ventileinsatzdreher noch die Notentriegelung besonders lange Wörter. Viel  schlimmer verhält es sich mit einem Begriff, der derzeit als der längste in der deutschen Sprache gilt: Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung.

Dienstag, 23. Februar 2021

Die Tage werden wieder länger, und bald können wir unsere Uhren auch wieder um eine Stunde vorstellen – Sommerzeit! Noch allerdings wird es vergleichsweise früh dunkel, so dass ein langer gemütlicher Filme-Abend (oder auch eine Filme-Nacht) immer eine schöne Sache ist.

Daher gibt es diesmal auch keine Buch-, Reise- oder Musiktipps – sondern einen Hinweis auf drei empfehlenswerte DVDs:

1. Du sollst nicht lügen, Staffel 1: Die junge Lehrerin Laura landet mit dem alleinerziehenden Vater eines ihrer Schüler im Bett – der sympathische und attraktive Arzt Hendrik. Auch wenn sie sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern kann, ist sie sich sicher, dass Henrik sie vergewaltigt hat. Der aber fällt aus allen Wolken, er ist ernsthaft in Laura verliebt. Wer hat Recht? Was ist die Wahrheit? In einem hochspannenden Katz-und-Maus-Spiel treten immer komplexere und verwirrendere Details aus Lauras und Hendriks Vergangenheit zutage.

2. Hausen, Staffel 1: Leckerbissen für Horror-Fans: Nach dem Tod seiner Mutter zieht der 16-jährige Juri (Tristan Göbel) mit seinem Vater Jaschek (Charly Hübner) in einen heruntergekommenen Plattenbau. Dort jedoch treibt ein böses Wesen sein Unwesen, das bis in die Seelen der Bewohner eindringt. Juri nimmt gegen alle Widerstände den Kampf auf - auch gegen den seines Vaters, der bereits infiziert scheint. Schauriger Horror der Spitzenklasse!
Eye


3. Ein guter Mensch, Staffel 1: Der an Alzheimer erkrankte ehemalige Gerichtsmitarbeiter Agâh will noch eine Mission erfüllen, bevor die Kankheit ihn völlig ergreift: das Verbrechen an einem jungen Mädchen rächen. Der Täter, obwohl bekannt, wurde nie verurteilt. Agâh kennt keine Gnade: Er zieht die Mörder ebenso zur Rechenschaft wie korrupte Polizisten und die Justiz. Nun soll sich die Polizistin Nevra von der Istanbuler Mordkommission um das Geschehen kümmern. Ein durch und durch überzeugender und brillant gespielter Thriller, liebevolle Charaktere und hocheinfühlsam!
Eye


1 Kommentar

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.

1.
Ingo Simandi
Erstellt 22. Februar 2021 09:53 | Permanent-Link

Über lange Wörter in der deutschen Sprache hat sich schon Mark Twain vor 100 Jahren geäußert, ebenfalls lesenswert.

stats