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Was Nostradamus für 2023 vorhersagt

Oliver Graue ist Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk.
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Oliver Graue ist Redaktionsleiter Business Travel bei fvw|TravelTalk.

Oliver Graue ist bei fvw|TravelTalk unter anderen für das Thema Business Travel zuständig. In seinem wöchentlichen Blog berichtet er aus dem Leben eines Reiseredakteurs.

Montag, 2. Januar 2023

Sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, gut hineingekommen? Das hoffe ich doch – und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute fürs neue Jahr. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was uns 2023 bringen wird – in politischer, in wirtschaftlicher Hinsicht. Wieder irgendetwas, mit dem niemand rechnet?

Als 2020 herangebrochen war, hatte wohl keiner auf der Rechnung, dass dieses Jahr (und auch ein großer Teil der beiden darauf folgenden Jahre) von einer weltweiten Pandemie geprägt sein würden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im Februar 2020 meinen ersten Artikel über die damals zunächst in China herrschende Seuche geschrieben habe. "Nicht bedrohlich für uns", so lautete die Bilanz der meisten Experten.

Was bringt uns das neue Jahr?

Nicht viel anders war es dann beim Jahreswechsel 2021/22. Hatte irgendjemand wirklich auf dem Plan, dass es in Europa zu einem brutalen Krieg kommen würde? Dass im 21. Jahrhundert – wo doch Grenzen scheinbar keine Rolle mehr spielen, zumindest auf unserem Kontinent nicht – ein Land sein Nachbarland überfallen würde?

Was wird in diesem Jahr kommen – abgesehen von der traurigen Befürchtung, dass es für die Menschen der Ukraine weiterhin keinen Frieden geben wird? Schauen wir darauf, was der Seher Nostradamus sagt.

Vor allem drei Dinge schlussfolgern Forscher aus dem, was der Arzt und Apotheker vor knapp 500 Jahr für 2023 prophezeit hat: Erstens soll es zu einer großen Wirtschaftskrise kommen, zweitens soll der dritte Weltkrieg ausbrechen, den jedoch viele Menschen in Bunkern und Verstecken überleben, und drittens schließlich könnte es neue Terroranschläge geben.

Gemischte Bilanz für 2022

Das Problem bei der Sache ist: Bei Nostradamus fehlen konkrete Zeitangaben und Namen fast völlig, und außerdem ist die Sprache so metaphorisch gehalten, dass es eigentlich ganz und gar auf "die Auslegekunst seiner Erklärer" ankommt, wie es einst der berühmte deutsche Philosoph Max Dessoir formulierte.

Immerhin: Für 2022 sah Nostradamus Inflation, Klimaerwärmung und den Tod einer politischen Persönlichkeit voraus. Ganz falsch lag er damit nicht, wenn man in dieser Persönlichkeit die britische Königin Elizabeth sieht. Die Preissteigerung deutete sich allerdings schon zu Jahresbeginn an, und die Klimaerwärmung ist kein neues Problem. Mit dem ebenfalls vorhergesagten Untergang Europas lag er (oder lagen seine Deuter) völlig daneben.

King Kong kam nicht

Und als falsch erwies sich am Ende auch, was andere Hellseher für 2022 vorhersagten. Die Machtübernahme der Roboter gehört ebenso dazu wie der Rückzug von Wladimir Putin aus der Politik, Feuer auf Schloss Neuschwanstein und das Auftauchen King Kongs in Costa Rica. Nichts dagegen hätte wohl der eine oder andere, wenn sich der Riesenaffe in diesem Jahr an einem bestimmten Ort in Russlands Hauptstadt zeigen würde.


1 Kommentar

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1.
Wolfgang Hoffmann
Erstellt 2. Januar 2023 22:29 | Permanent-Link

...zumindest, scheint jemand aus der schreibenden Zunft die anstehende Legalisierung bestimmter psychostimulierender Substanzen im Jahr 2023 vorweg genommen zu haben..., was gar nicht mal so schlimm und ganz im Sinne von Nostradamus sein dürfte.



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