Lesetipp

Packende Ballade aus dem Westerwald

Eichborn

In ihrem neuen Roman "Eine Räuberballade" entführt Annegret Held in ein Dorf am Ende des 18. Jahrhundert – und erzählt eine packende Geschichte von frommen Bürgern, brutalen Räubern und einer von Armut geprägten Region.

Schon als Polizeihauptwachtmeisterin begann sie mit dem Schreiben, arbeitete anschließend als Altenpflegerin und in der Fluggastkontrolle. Heute gehört Annegret Held zu den renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen. Einige ihrer Werke wie "Das Zimmermädchen" (2004) oder die Serie "Lotta" (2010 bis 2019) wurden bereits verfilmt.

Mit "Apollonia" startete sie 2012 ihre Westerwald-Trologie, die sie nun – nach "Armut ist ein brennend Hemd" (2015) – abschließt: Im frisch erschienenen Roman "Eine Räuberballade" nimmt sie ihre Leserschaft diesmal ins späte 18. Jahrhundert mit, in eine Zeit, als brutale Räuberbanden Angst und Schrecken im Westerwald vebreiteten. Ort der Handlung ist, wie bereits in den ersten beiden Büchern, das Dorf Scholmerbach.

Im Mittelpunkt steht Hannes, den es auf die schiefe Bahn zieht, während sein Vater Wilhelm ein gottesfürchtiges Leben führt. Doch dieser muss mit ansehen, wie sich sein rotzfrecher Sohn einer Räuberband anschließt – sich dort aber oft wenig geschickt verhält. Seine schwerkranke Mutter und seine kleine Schwester kümmern Hannes nicht, hinzu kommt die forsche Magd Getraud, die wiederum ganz andere Pläne verfolgt.

Schräge Figuren, die Annegret Held höchst detailliert und mit viel Liebe beschreibt und um die sehr herum eine mitreißende und höchst unterhaltsame Geschichte erzählt — eine Räuberballade im wahrsten Sinne des Wortes.

Tief lässt sie uns ins damalige entbehrungsreiche Leben im Westerwald eintauchen, nutzt in den Dialogen immer wieder Ausdrücke des Westerwalder Dialekts und der Räubersprache. Packend und authentisch!

Annegret Held: Eine Räuberballade. Erschienen im Verlag Eichborn. 271 Seiten, Preis: 22 Euro.

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