Lesetipp

Intime Seiten eines Nobelpreisträgers

Zsolnay

Ivo Andric war der wohl berühmteste Schrifsteller des einstigen Jugoslawien. In "Insomnia – Nachtgedanken" sammelt Andric-Biograf Michael Martens private Notizen des Autors.

Mit seinem Roman "Die Brücke über die Drina", in dem er sich mit dem bosnischen Leben beschäftigt, erzielte er Weltruhm. Und 1961 erhielt Ivo Andric den Literatur-Nobelpreis. Für den jetzt erschienenen Sammelband "Insomnia – Nachtgedanken" hat Andric-Biograf Michael Martens eher unbekannte und meist sehr persönliche Texte des 1975 verstorbenen Jugoslawen zusammengestellt: Alltagsbeobachtungen, Reiseeindrücke, Charakterbilder und lakonische Kürzestgeschichten.

Es sind Notizen, die Andric gemacht hat, wenn er mal wieder nicht schlafen konnte – Nachgedanken also. Darin gibt der Autor einen schonungslosen Einblick in sein Seelenleben: Was ließ ihn nachts nicht zur Ruhe kommen? Welche Selbstzweifel quälten ihn, wie empfindet er das Altern, die Vergänglichkeit des eigenen Daseins? Andric wollte immer Haltung bewahren – allen Widrigkeiten der menschlichen Existenz zum Trotz.

Eindrucksvolle Texte!

Ivo Andric: Insomnia – Nachtgedanken. Erschienen im Verlag Paul Zsolnay. 192 Seiten, Preis: 20 Euro.

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