HRS

Werben um Verständnis

Die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von HRS sorgen seit Wochen für Wirbel. HRS-Chef Tobias Ragge versucht jetzt die Gemüter zu beruhigen und lenkt teilweise ein.

01.03.2012, 13:11 Uhr
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Für Tobias Ragge ist die Sache klar: Die Diskussion um die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Kölner Hotel-Reservierungssystems war zuletzt von vielen Missverständnissen und falschen Schlussfolgerungen geprägt. Viele davon habe man jetzt aber durch den intensiven Dialog mit der Hotelerie auflösen können, heißt es in einer neuen Mitteilung des Hotel-Portals.

Um die Aufregung in der Hotelerie um die Geschäftsbedingungen zu beruhigen haben Ragge und seine Mitarbeiter in den vergangenen Wochen laut eigener Aussagen aber nicht nur tausende von persönlichen Gesprächen geführt, HRS kommt den Kritikern auch in wichtigen Punkten entgegen. So unter anderem bei der Zahlungsabwicklung. „Wir haben uns entschieden, bei unseren Bestandskunden – mit denen wir in der Vergangenheit zuverlässig und reibungslos zusammengearbeitet haben – weiterhin eine Überweisung der Kommission zu akzeptieren“, so Tobias Ragge.

Auch bei dem Thema Verfügbarkeitsparität sorgt Ragge für Klarheit. Hotelpartner könnten selbstverständlich bei hoher Auslastung ihre Zimmer ausschließlich über eigene Vertriebskanäle anbieten, macht der HRS-Chef deutlich. Allein, wenn Zimmer auch über andere Vertriebskanäle angeboten würden, erwarte man, dass HRS ebenfalls Zugriff auf dieses Angebot erhalte. Eine sogenannte „Last Room Availability“ gegenüber des hoteleigenen Vertriebs verlange man nicht, stellt Ragge klar.

Die umstrittene Best-Preis-Klausel hält trotz der Bedenken des Bundeskartellamtes und der vorläufigen Aussetzung dieser Regelung Mitte Februar Ragge allerdings weiter für sinnvoll. Die Kunden würden einfach erwarten, dass ihnen über HRS keine schlechteren Zimmerpreise angeboten werden, als über andere Buchungskanäle. Im Übrigen sei eine solche Klausel, die von der Hotelerie 2002 selbst eingefordert worden sei, internationaler Branchenstandard, betont Ragge. Er setzt jetzt auf den Dialog mit dem Kartellamt und hofft so, die Bedenken der Behörde ausräumen zu können.

Kritik übt Ragge trotz allen Werbens um Verständnis an den Verbänden in der Hotellerie, ohne allerdings Namen zu nennen. Gerade einzelne Verbandsvertreter seien nicht an einer Lösung des Streits interessiert. „Sie schüren vielmehr bewusst Vorbehalte gegen HRS und nutzen so die aktuelle Diskussion um unsere AGB – insbesondere zur Best-Preis-Klausel – zur eigenen Positionierung“, beklagt Ragge.

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