Dossier Textilbranche (Teil 4)

Fallbeispiel LLOYD-Schuhe

LLOYD

Der Schuhhersteller bucht zentral und online in seinem Reisemanagement. Neu im Einsatz ist die virtuelle Kreditkarte.

Rahmenverträge mit Anbietern

Gebucht wird inzwischen zentral im Reisemanagement selbst: Nachdem die Mitarbeiter ihre Reise vom Budgetverantwortlichen haben genehmigen lassen, wird dort nach Angeboten recherchiert. „Sind diese passend, gibt der Mitarbeiter die Buchung frei.“ Für Hotels nutzt das in Sulingen – in der Nähe von Nienburg an der Weser – ansässige Unternehmen die Plattform Ehotel; Mietwagen werden direkt bei Sixt gebucht. Mit dem Münchner Anbieter hat LLOYD eine Rahmenvereinbarung getroffen.

Wann immer es sich rentiert, schließt das Unternehmen darüber hinaus Verträge über spezielle Firmenraten mit Hotels und Fluggesellschaften ab. Motel One gehört ebenso dazu wie Turkish Airlines oder Cathay Paci fic. Zudem beteiligt es sich an Firmenförderprogrammen wie Partner Plus Benefit. Innereuropäisch nutzen die Beschäftigten die Economy Class; auf Fernstrecke dürfen sie in der Business Class Platz nehmen. Für Hotels sind in der Reiserichtlinie Preisobergrenzen definiert. In den Verantwortungsbereich von Kumas fällt zusätzlich die Buchung von Tagungsräumen sowie von Verpflegung, Anreise und Übernachtungen bei Meetings und Events. Der Fuhrpark wird separat organisiert.

Virtuelle Karte neu im Einsatz

Damit die Reisenden finanziell nicht in Vorleistung treten müssen, rechnet das Travel Management die Leistungen wann immer möglich über die Airplus-Reisestellenkarte ab. „Diesen Vorteil bietet uns zum Beispiel Ehotel“, erläutert Martina Kumas. Zudem bekommt das Hotel direkt bei der Buchung eine Kostenübernahmeerklärung zugesendet. „Ein weiterer Vorteil der Karte ist, dass wir eine genaue Hotelauswertung bekommen. Das war zuvor nicht möglich gewesen.“ Als wichtige Herausforderung sieht die Reiseexpertin die statistische Auswertung (Reportings) jener Leistungen, die sich nicht über die zentrale Reisestellenkarte abrechnen lassen. „Wir haben zwar auch zwei Firmenkreditkarten im Umlauf, doch deren Abrechnung ist unübersichtlich“, sagt sie: „Es ist nicht zu erkennen, wann wer wohin gereist ist, und oft fehlt sogar die Rechnung der Hotels. Gerade im Ausland ist das ein großes Problem.“ Um die Buchungen über die beiden Firmenkarten zu reduzieren, hat das Unternehmen sich gerade erst für die virtuelle Zahlungsmöglichkeit Aida entschieden. Martina Kumas: „Dabei wird automatisch eine Kreditkarte für die Hotelbuchung generiert, und die Abrechnung erfolgt über Airplus. Wichtig ist dabei jedoch, dass der Mitarbeiter die Rechnung aus dem Hotel mitbringt.“ Nicht einfach, bei bis zu 300 Reisenden und mehr als 1800 Reisen pro Jahr die Übersicht zu behalten!

LLOYD: Schuhe aus Sulingen

LLOYD Shoes wurde 1888 als H. F. Meyer Schuhfabrik in Bremen gegründet. Seit 1942 sitzt das Unternehmen im niedersächsischen Sulingen, Landkreis Diepholz. Schäfte lässt LLOYD in Rumänien, Deutschland, Indien und Indonesien fertigen; im Stammwerk und in Rumänien werden sie mit der Schuhsohle zusammengefügt.In insgesamt 60 Länder werden die Produkte exportiert. Zu den wichtigsten Reisezielen zählen die asiatischen Staaten, darunter Indien, aber auch Italien und Deutschland. Insgesamt kosten die Business Trips jährlich etwa 500.000 Euro; größter Kostenblock sind die Flugreisen. Martina Kumas, gelernte Reiseverkehrskauffrau, leitet das Travel Management seit 2010.

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