Meine Woche | KW28

Seltsame Klimaschützer und Latein im Urlaub

BizTravel

Sonntag, 7. Juli 2019

Wasser predigen, Wein trinken. Der Youtuber Rezo lässt in einem zweiten Video, das seinem Aufruf "Die Zerstörung der CDU" folgt, diverse Youtuber zum Thema Klimaschutz zu Wort kommen. Nun haben die Kollegen der Bild-Zeitung herausgefunden: Wenn es um ihre eigenen Gewohnheiten geht, nehmen es die vermeintlichen Klimaschützer nicht so genau.

Eher im Gegenteil. Mindestens 8 der gezeigten 32 Youtuber haben 77.000 km mit dem Flugzeug zurückgelegt – nach ihrem Aufruf gegen die angeblich klimafeindliche Politik der Union. Allein Calussi flog 18.700 km und produzierte damit 5,8 Tonnen CO2. Ihre Begründung: Die Flüge seien beruflich und wichtig gewesen.

Ach so: Youtube-Star Rezo selbst hat seinen Urlaub im vergangenen Jahr auf den Malediven verbracht. Ja, ja, Kurzreisen in der Region sind eben stark im Kommen.

Freitag, 5. Juli 2019

Ob Spanien oder der Oman, ob Malta oder Nordkorea: Wenn ich unterwegs bin, schalte ich im Hotel immer gern auch mal das örtliche Fernseh- oder Radioprogramm an. Zugegeben, ich verstehe eher wenig, wenn Arabisch, Maltesisch oder Koreanisch gesprochen wird. Und dennoch finde ich es irgendwie spannend zu sehen (und zu hören), worüber andere Länder so berichten, welche Musik sie spielen und wie sie ihre Programme gestalten.

Während meiner Finnland-Besuche habe ich leider nie "Nuntii Latini" gehört. Ich habe von dessen Existenz allerdings auch erst heute erfahren – nun aber ist es zu spät, der finnische Rundfunk Yle hat das Programm eingestellt. Immerhin 30 Jahre lang wurde "Nuntii Latini" ausgestrahlt: Jeweils freitags gab es einen fünfminütigen Wochenrückblick – auf Latein. Die Hörerschaft war eher klein, jedoch soll selbst der Papst ab und zu hineingehört haben.

Immerhin, und auch das war mir bislang verborgen geblieben: Selbst in Deutschland lassen sich lateinische Nachrichten hören. Der Radiosender "Bremen zwei" sendet sie einmal im Monat um Mitternacht. Vielleicht sollte ich mal eine Ausnahme machen – und als Hamburger einen Bremer Sender hören. Geht eigentlich gar nicht.


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