Umgangsformen

Business-Knigge Slowakei

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Worauf Sie bei Geschäftsreisen in die Slowakei achten sollten, lesen Sie hier.

Geopolitisch lag die heutige Slowakei als Teil der Tschechoslowakei vor dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der 80er Jahre eindeutig im Osten. Davon jedoch will das junge, erst 1993 entstandene Land nichts wissen. Man verortet sich heute als Teil der EU eindeutig in Mitteleuropa. Dies sollte man bei Gesprächen stets beachten, will man kein Stirnrunzeln beim Gegenüber provozieren. Die Hinwendung nach Mittel- und Westeuropa zeigt sich auch in der wirtschaftlichen Verflechtung, insbesondere mit Deutschland. Die Bundesrepublik ist seit der Gründung der Slowakischen Republik der wichtigste Handelspartner des Landes. 2013 betrug der bilaterale Handelsumsatz immerhin mehr als 23 Mrd. Euro. Diverse deutsche Großunternehmen wie Volkswagen, T-Systems, Siemens und Continental haben sich in der Slowakei angesiedelt. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler.

Insgesamt sind etwa rund 500 deutsche Unternehmen im Land dauerhaft aktiv. Auch sie tragen zum Wirtschaftswachstum von zuletzt 2,4 Prozent bei. Das baut vor allem auf einer starken Industrie auf, in der besonders die Automobilbranche hervorsticht. Neben VW (Skoda) sind auch Peugeot und Citroen sowie Hyundai und Kia mit eigenen Werken vertreten. 2012 bis 2014 wurden jeweils fast eine Million neuer Automobile gefertigt: Damit weist die Slowakei die weltweit höchste Kfz-Produktion pro Kopf der Bevölkerung aus.

Tipps und Tabus für Dienstreisen in die Slowakei

Kleidung: Für den Mann sind bei Geschäftsterminen Anzug und Krawatte Pflicht, Frauen sollten ein Kostüm tragen.Pünktlichkeit: Man sollte sich vereinbarte Gespräche bestätigen lassen. Pünktlichkeit wird geschäftlich wie auch privat erwartet.Begrüßung: Man begrüßt und verabschiedet sich mit Handschlag. Frauen werden zum Teil mit Handkuss begrüßt.Verhandlungen: Für die Abwicklung von Geschäften sollte man genügend Zeit einplanen. Titel sollten bei Verhandlungen benutzt werden.Tipps und Tabus: Slowaken verstehen sich als Mitteleuropäer. Ihr Land sollte daher im Gespräch nicht Osteuropa zugeordnet werden. Und Vorsicht: Verwechseln Sie die Slowakei nicht mit Slowenien.

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