Tipps für die Dienstreise

Gepäckverlust auf Geschäftsreise vermeiden

Frustrierend: Der Gepäckverlust nach einem Flug.
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Frustrierend: Der Gepäckverlust nach einem Flug.

Wenn nach einem Flug das eigene Gepäck verspätet oder gar nicht ankommt, beginnt der Stress. Zehn Tipps, wie der Koffer zuverlässig am Zielort eintrifft.

SITA sind im Jahr 2012 rund 26 Millionen Koffer im internationalen Flugverkehr abhanden gekommen. Für die Flugindustrie bedeutete dies Kosten in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar. Für den Reisenden selbst sind verschollene, zu spät oder falsch transportierte Koffer nicht nur ein großes Ärgernis, sondern sie ziehen auch zahlreiche Unannehmlichkeiten nach sich. Der Betroffene steht unter Umständen ohne Kleidung und Papiere am Zielort und muss sich erst einmal selbst um das Nötigste wie Toilettenartikel und Ersatzwäsche kümmern. Taucht der Koffer auch nach intensiver Suche nicht mehr auf, bleiben nur der lästige Papierkram und die Hoffnung auf Schadenersatz. Als Fluggast können Sie selbst eine ganze Menge dazu beitragen, dass Ihr Koffer sicher sein Ziel erreicht. Wir geben Ihnen ein paar wertvolle Tipps für die nächste Urlaubs- oder Geschäftsreise an die Hand.

1. Rechtzeitig einchecken

Checken Sie am besten 60 bis 90 Minuten vor dem Abflug ein. Dann können Sie sicher sein, dass Ihre aufgegebenen Gepäckstücke auf dem ganz normalen Weg zum Flugzeug befördert werden. Selbst kurzfristige Änderungen beim Abflug können dann noch ohne Probleme berücksichtigt werden.

2. Pünktlich boarden

Da Reisegepäck nur dann befördert werden darf, wenn auch der dazugehörige Passagier an Bord ist, empfiehlt sich ein pünktliches Boarding. Wenn Sie extrem spät zum Boarding erscheinen, könnte Ihr Gepäck unter Umständen schon wieder aus dem Flugzeug ausgeladen worden sein.

3. Sperrgepäck berücksichtigen

Großformatige Gepäckstücke erfordern mitunter zusätzliche manuelle Prozesse. Planen Sie deshalb entsprechend viel zeitlichen Vorlauf beim Aufgeben Ihres Sperrgepäcks ein.

4. Alte Gepäckanhänger und Aufkleber entfernen

In modernen Gepäckanlagen werden die Barcodes automatisch ausgelesen. Wenn auf dem Koffer oder der Reisetasche noch alte Codes gefunden werden, könnte dies zu einer falschen Einsortierung führen. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten Sie vor der nächsten Geschäftsreise alle alten Gepäckaufkleber komplett entfernen.

5. Ausreichend Umsteigezeit einplanen

Müssen Sie auf Ihrer Geschäftsreise umsteigen, achten Sie schon beim Buchen des Fluges darauf, dass genügend Zeit zwischen den Flügen liegt. Als Faustregel gilt: Je größer der Flughafen, desto mehr Zeit sollten Sie einplanen. Schließlich müssen nicht nur Sie Ihren Anschlussflug erreichen, sondern auch Ihr Gepäck. Beim Umsteigen selbst sollten Sie so früh wie möglich die Bordkarte für Ihren Anschlussflug verlangen, denn daran ist auch die Verladefreigabe für das Gepäck gebunden.

6. Gepäckanhänger verwenden

Viele Koffer gehen verloren, weil die Papierbanderole mit aufgedrucktem Zielflughafen abreißt. Dieses so genannte Label bekommt der Koffer am Check-in und soll gewährleisten, dass das Gepäckstück seinen Weg allein durch die kilometerlangen Förderbänder zum richtigen Flieger findet. Reißt das Label ab, findet der Koffer die richtige Abzweigung nicht mehr und wird aussortiert. In diesem Fall können Gepäckanhänger helfen. Achten Sie darauf, dass diese sicher befestigt sind und notieren Sie mindestens Namen und Zielflughafen. Das Flugpersonal hat dann die Möglichkeit, den Koffer zu identifizieren und neu zu labeln. Tipp: Falls Sie Ihre Kontaktdaten nicht außen auf den Kofferanhänger schreiben wollen, sollten Sie überlegen, Ihre Handynummer wenigstens im Koffer zu hinterlegen.

7. Vorsicht bei Koffergurten

Achten Sie darauf, dass Ihre Gepäckstücke frei von Bändern oder Schlaufen sind, die sich in der Sortieranlage oder auf dem Transportwagen verheddern können. An den Koffer geschnallte Regenschirme vergrößern zusätzlich die Gefahr und sollten nach Möglichkeit im Koffer verstaut werden. Koffergurte sollten Sie stets straffziehen, um ein Abrutschen zu vermeiden. Verwenden Sie auf Ihrer Dienstreise einen Rucksack, lassen Sie diesen vor dem Flug in eine spezielle Schutzhülle verpacken.

8. Achtung beim Kofferinhalt

Auch das aufgegebene Gepäck durchläuft eine Röntgenkontrolle. Werden dunkle, nicht zu identifizierende Flecken entdeckt, bei denen es sich um Gefahrgüter handeln könnte, muss das Gepäckstück zur Kontrolle geöffnet werden. Und das bedeutet einigen Aufwand und damit ein höheres Risiko, dass der Koffer das Flugzeug nicht mehr erreicht. Achten Sie also darauf, was Sie in Ihren Koffer packen. 

9. Gepäckstücke unverwechselbar machen

Am Gepäckband gleicht ein Koffer oftmals dem anderen. Verwechslungen sind da nicht ausgeschlossen. Nutzen Sie beispielsweise Aufkleber, um Ihre Gepäckstücke zu kennzeichnen. So finden Sie diese auf dem Förderband nicht nur schneller wieder, sondern beugen eventuellen Verwechslungen vor.

10. Gepäck zügig abholen

Ein letzter Tipp: Lassen Sie sich nach der Ankunft am Zielflughafen nicht allzu viel Zeit auf dem Weg zum Gepäckband. Ihr Gepäck fährt sonst unnötig lange unbeaufsichtigt auf dem Gepäckband umher.

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