Sicherheit

Frauen auf Geschäftsreise

Leonardo

Frauen wollen keine Extrawurst. Aber sie haben andere Bedürfnisse in Sachen Sicherheit und Komfort als ihre männlichen Kollegen.

Andere Ansprüche auf Dienstreise

Grundsätzlich unterscheidet sich das Reiseverhalten der Geschlechter wenig. Dennoch gibt es Differenzen, die bei Dienstreisen besonders deutlich zu Tage treten: Ans Hotelzimmer beispielsweise stellen Frauen andere Ansprüche als ihre männlichen Kollegen. Und um diesen gerecht zu werden, müssen die Hotels gar nicht viel Geld investieren. Aber auch im Flug fallen die Geschmäcker unterschiedlich aus: Breitmacher und Rüpel sind vor allem unter den männlichen Reisenden vertreten. Sagen jedenfalls die Frauen. Sind also Zonen an Bord ausschließlich für weibliche Passagiere die Lösung?

Hotel: Joghurt in der Minibar

Frauen legen auch bei Geschäftsreisen Wert auf ein schönes Bad. Das Licht sollte angenehm sein, und es sollte Ablagefläche geben. Ein paar Regalfächer reichen meist schon.Außerdem wichtig: Platz für Gepäck, Kleiderbügel für Röcke, Ganzkörperspiegel, frischer Duft – und ein Joghurt in der Minibar. Frauen ziehen die Badewanne der Dusche vor.Manche Hotels bieten inzwischen „Frauenzimmer“ (MM) oder women friendly rooms (Leonardo). Andere Häuser haben einen „Ladies Floor“ (Grand Hotel Oslo, Lotte/Seoul).

Flug: Extraplätze an Bord

Wie in Parkhäusern sollte es auch im Flieger Frauenplätze geben – das wünscht sich jede sechste Frau bei einer Umfrage von Lastminute.de. Grund: Männer machen sich oft breit, benehmen sich rüpelhaft, flirten und reden viel.Da es solche Zonen (noch) nicht gibt, sollten Männer den Business Knigge für Flüge beachten: nicht um die Armlehne kämpfen, besser schweigen als dauerreden und das Flirten sein lassen.Die japanische Airline ANA bietet Frauen auf internationalen Flügen eine eigene Toilette an. Grund: Viele Frauen fühlen sich gehetzt, wenn sie wissen, dass ein Mann vor der WC-Tür wartet.

Reisetipps für mehr Sicherheit: Bloß nicht auffallen

Hotel: Bekannte, große Hotelketten wählen. Zimmer am Ende eines Flurs oder nahe der Nottreppe (Flucht für Kriminelle!) ablehnen. Gepäck von Luggage Boy bringen lassen – er prüft das Zimmer. Sonst erst vor der Tür warten, Hotelflur beobachten, Koffer in Tür stellen, Licht einschalten, kurz Zimmer prüfen (Schrank, Dusche, Gardinen, unterm Bett). Dann erst Tür verschließen. Männertypische Utensilien (Rasierer, Krawatte) im Zimmer verteilen; wenn es klopft, Dusche anstellen. Beides vermittelt den Eindruck, ein Begleiter sei im Raum. Schreiber fürs Quittieren greifbar und Platz fürs Essen frei geräumt haben. Türe nachts durch Door-Stopper sichern. Überprüfen Sie das Telefon.Unterwegs:Auf teure Uhren und Schmuck verzichten, Handtasche eng am Körper. Nonstop-Flüge oder -Züge. Flughafen nur mit Hotel-Shuttle oder zertifiziertem Taxi verlassen; im Taxi hinten sitzen. Unauffällig benehmen.Allgemein:In Bars und Restaurants das Getränk nie unbeaufsichtigt lassen. Ansprechpartner in Notfällen und 24/7-Notrufnummer des Arbeitgebers auswendig wissen. Über Dämmerungszeitpunkt informieren. Taschenlampe in Handtasche. Über sichere Verkehrsmittel, kulturelle Dos und Dont’s für Frauen, lokale Verbrechensstatistik informieren. Reisepass-Kopie an eigene E-Mail-Adresse schicken. Dem „6. Sinn“ trauen – meist stimmt’s.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats