Neue Strategie

Eurowings gibt Langstrecke auf

Eurowings setzt nun allein auf die A-320 für die Kurzstrecke.
Eurowings
Eurowings setzt nun allein auf die A-320 für die Kurzstrecke.

Lufthansa ändert erneut ihre Strategie: Um den Verlusten ihrer Billigtochter zu begegnen, soll diese die kommerzielle Langstrecken-Organisation wieder komplett an ihre Mutter Lufthansa übergeben.

Fliegen wird nicht nur immer beliebter, sondern auch immer billiger – und das trotz steigender Kerosinpreise. Weil sich insbesondere die klassischen Billigflieger Marktanteile erkaufen wollen, trauen sich auch Konkurrenten wie Lufthansa mit ihrer Tochter Eurowings nicht, die Ticketpreise anzuheben, obwohl dies aus betriebswirtschaftlichen Gründen erforderlich wäre.

Eigentlich hätte Eurowings bereits in diesem Jahr Gewinn einfliegen sollen. Doch auf ein Gelingen dieses Vorhabens deutet nichts hin. Im vergangenen Jahr befand sich die LH-Tochter sogar mit 230 Mio. Euro im Minus, und auch 2019 verlief eher holprig. Als Grund nennt LH-Chef Carsten Spohr unter anderem zu niedrige Ticketpreise.

Nun sollen Einsparmaßnehmen helfen. So soll sich Eurowings vom Fernverkehr wieder trennen und diesen ihrer Mutter überlassen. Die Marke bleibt aber bestehen. Stattdessen sollen laut Spohr nur noch Kurzstrecken im Punkt-zu-Punkt-Verkehr geflogen werden. Zudem soll bei Eurowings nur noch der Airbus-Jet A-320 abheben, um die Organisation zu vereinheitlichen und damit zu vergünstigen. Und schließlich soll die Flotte von derzeit 139 Fliegern auf der Kurzstrecke reduziert werden. Etliche unprofitable Routen werden dichtgemacht.

Außerdem nimmt der Konzern sein Vorhaben zurück, Brussels Airlines in Eurowings zu integrieren. Insgesamt soll all dies dazu führen, dass der Billigflieger ab 2021 in die Gewinnzone kommt.

1 Kommentar
  1. Peter W. Moritt
    Erstellt 26. Juni 2019 13:09 | Permanent-Link

    Sollte Herr Spohr erkannt haben, dass unkontrolliertes Wachstum möglicherweise sein persönliches Ego befriedigt, wirtschaftlich jedoch unsinnig und dumm ist ??

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