Meine Woche | KW45

Von spannenden Zeiten – gestern wie morgen

fvw

An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

Dienstag, 5. November 2019

In journalistischer Hinsicht war es die für mich bislang spannendste Zeit: jenes Jahr 1990, das ich nur wenige Kilometer von der damals noch existierenden Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR verbrachte. Gleich am ersten Tag, an dem ich bei der Tageszeitung "Neue Presse" im oberfränkischen Coburg begann, wurde das Blatt um eine neue Seite erweitert – sie trug den Namen "Thüringen". Zuständig für den Inhalt waren ein Kollege und ich. Wir wechselten uns ab: Während der eine sich in der Redaktion um die Nachrichten kümmerte, fuhr der andere "rüber" in den damals noch bestehenden DDR-Bezirk Suhl. Obwohl Städtchen wie Sonneberg oder Eisfeld nur wenige Kilometer von Coburg entfernt lagen, war jede Tour für mich wie die Reise in eine gänzlich andere und neue Welt. Und die Themen lagen buchstäblich auf der Straße – und waren meistens hochpolitisch, zwischen Berufsverboten und Stasi-Schnüffeleien. Neben den vielen Artikeln, die ich natürlich aufbewahrt habe, erinnert mich mein alter Reisepass an diese spannende Zeit: Gut zwei Dutzend DDR-Stempel befinden sich darin. Plötzlich war das Stempeln dann nicht mehr nötig – und man überfuhr die Grenze ohne jede Kontrolle.

Wie auf das Thema komme? Zur Zeit arbeite ich an der zweiten Ausgabe unseres Magazins  "BizTravel Spezial", das am 6. Dezember erscheint. Hatte sich Ausgabe 1 von Ende Oktober dem Thema "Best Practices im Travel Management" gewidmet, so geht es im nächsten Heft um den Bereich "MICE/Bleisure und Destinationen". Unter anderem gibt es einen Artikel über Coburg. Vor kurzem war ich in der Stadt und muss sagen: Sie ist kaum wiederzuerkennen. Aus dem einstigen "Zonenrandgebiet" ist eine tolle, spannende Stadt geworden – übrigens genau wie aus Sonneberg, Suhl & Co.

Montag, 4. November 2019

Die Lage ist gut (sogar sehr gut), doch die Aussichten sind mies: Während noch nie in der deutschen Geschichte die Menschen so zufrieden waren wie derzeit, bereitet der wirtschaftliche Abschwung Kopfschmerzen. Schon heute vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Massenentlassungen verkündet werden, und Herausforderungen wie der Brexit, Trumps Handelskriege und die Digitalisierung dürften für weiteres Ungemach sorgen.

Mein Kollege Martin Jürs und ich haben uns gefragt, ob die drohende Rezession auch Auswirkungen auf die Geschäftsreisebranche hat. Bislang zumindest haben wirtschaftliche Probleme immer auch zu einem radikalen Kürzen der Reise-Etats in den Unternehmen geführt. Was dabei herauskam? Den Bericht lesen Sie am Freitag in der neuen fvw.



Kommentare

Ihre E-Mail wird weder veröffentlicht noch weitergegeben. Notwendige Felder haben einen *

Spielregeln

stats