Meine Woche | KW37

Bahncard-Freuden und Altstadt-Hoffnungen

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An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

Dienstag, 10. September 2019

Mit Blick auf die angepeilte Verkehrswende ist es ein voller Erfolg: Nach den ÖPNV-Jobtickets will das Bundesfinanzministerium nun auch für die Bahncard 100 eine (weitgehende) Steuerfreiheit durchsetzen. Angestellte könnten die Karte, die ihnen von der Firma bereitgestellt wird, dann auch privat nutzen, ohne irgendwelche Abgaben zu leisten. Zu Recht feiert der VDR dies als Erfolg auch für den Verband: Unternehmen können ohne Sorgen angesichts eines eventuellen geldwerten Vorteils ihren Mitarbeitern die Bahncard 100 zur Verfügung stellen – statt wie bislang den Dienstwagen, der mit immerhin 1% pro Monat versteuert werden muss.

Im Endeffekt bedeutet dies: niedrigere Hürden und weniger Bürokratie für Unternehmen und mehr Anreize für die Beschäftigten, die Schiene statt der Straße zu nutzen. Einen Haken hat die Sache jedoch: Auf allzuviele Umsteiger ist die Bahn nicht vorbereitet. Denn schon jetzt sind die Züge proppenvoll, und selbst am Mittag geht nichts mehr ohne eine Sitzplatzreservierung. Viel schneller als geplant muss die Deutsche Bahn den Deutschlandtakt einführen, also die alle 30 statt alle 60 Minuten verkehrenden ICE. Ansonsten wird es doch noch mal eng mit der Mobilitätswende ...

Donnerstag, 5. September 2019

Endlich bin ich dazu gekommen: Ich habe mir die "neue" Altstadt von Frankfurt angeschaut. Zwar war ich seit deren Eröffnung schon etliche Male in der Mainmetropole, leider waren die Termine aber so eng, dass für eine Besichtigung die Zeit fehlte. Ich muss sagen: Sie gefällt mir. Insbesondere im Ensemble mit dem Römer und dem Dom strahlt die Altstadt einen ganz eigenen Charme aus. Natürlich wirkt noch alles recht neu (wen wundert's?) – aber in ein paar Jahren dürfte sich dies geändert haben.

Dann könnte es so werden wie in Warschau: Auch dort wurde die Altstadt nach dem Krieg fast originalgetreu neu aufgebaut. Längst wirkt sie wie "echt" und wurde 1980 sogar in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.




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