Lesetipp

Italien-Reise mit dem Bundeskanzler

Hirmer

Seinen Urlaub verbrachte Konrad Adenauer, Deutschlands erster Bundeskanzler, am Comer See in Italien – 18 Mal war er dort. Kanzlerfotograf Giuseppe Moro hat ihn stets begleitet.

Italien war nach dem Zweiten Weltkrieg der liebste Urlaubsort der Deutschen – das galt auch für Konrad Adenauer (CDU), der das Land zwischen 1949 und 1963 regierte. Seit 1957 fuhr "der Alte" insgesamt 18 Mail in sein Feriendomizil am Comer See in Italien. Diese Zeit nutzte er sowohl zum Arbeiten als auch zum Entspannen und zum Nachdenken. Er empfing dort Präsidenten und Minister aus aller Welt, und er steuerte Deutschland durch hochgefährliche Situationen. Der Ort Cadenabbia entwickelte sich damit zu so etwas wie einem Ersatzkanzleramt.

Die Aufnahmen, die Kanzlerfotograf Giuseppe Moro dort machte, sind nicht nur ein wertvolles Stück Zeitgeschichte. Sie geben nicht nur Einblick in die politische Entwicklung der frühen Bundesrepublik Deutschland. Vor allem präsentieren sie einen Konrad Adenauer, wie es geschriebene Texte kaum könnten: Moro zeigt den Kanzler gleichermaßen vertieft in Akten als auch auf Spaziergängen und in Gesprächen mit hochrangigen Politikern. Die äußerst stimmungsvollen und detailverliebten Fotos dürften all jene faszinieren, die sich für die Gründungsjahre Deutschlands interessieren.

Michael Borchard (Herausgeber), Martin Falbisoner (Herausgeber): Giuseppe Moro und Konrad Adenauer. Der Kanzlerfotograf vom Comer See (erschienen im Hirmer-Verlag, 160 Seiten, Preis: 29,90 Euro; ISBN: 978-3777433547).

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats