Hörenswert

Zwischen Roots Rock, Blues und US-Folk

Wellbad

Die Hamburger Band "Well Bad" ist eine Empfehlung für Freunde des Indie-Rocks der 80er und 90er, während "Pretty-Maids"-Bassist Rene Shades solo melodisch-poppig mit Country- und Folk-Anleihen daherkommt.

Well Bad: Heartbeast – In zwölf Songs erzählt die Band um Daniel Welbat die Geschichte von E. L. Kruger. Mit rauer, etwas verlebt klingender Stimme nimmt der Hamburger seine Hörer mit auf einen Ritt entlang der Abgründe des Seins dieser imaginären Figur. Er selbst bezeichnet seine Platte – die zweite nach "The Rotten", mit der es auf die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik geschafft hatte – als "Soundtrack eines Films, der niemals gedreht worden ist". Musikalisch kommt das Ganze als bunt gemischer Roots Rock daher, angereichert durch eine Menge Blues und Jazziges. Ein bisschen erinnert "Heartbeast" dabei an den Indie-Rock der 80er- und 90er-Jahre: Obwohl eher sperrig, schimmern doch immer wieder angenehme Melodien und packende Grooves hervor (Membran/Sony).


Rene Shades: Teenage Heart Attacks & Rock'n'Roll Heaven – Als Bassist der dänischen Hard-Rocker "Pretty Maids" dürfte er den einen oder anderen bekannt sein. Solo allerdings schlägt Rene Shades ein wenig andere Saiten an. Auf "Teenage Heart Attacks & Rock'n'Roll Heaven" dominiert zwar rockig-melodischer Hardrock, doch es gibt immer wieder Verweise auf amerikanischen Folk und Country. Die Melodien nisten sich angenehm im Hörgang ein, das Ganze macht außerordentlich gute Stimmung, auch wenn Shades sich inhaltlich verlogene Politiker und zu ernst gewordene Erwachsene vornimmt. Sein Motto: Genießt das Dasein, und lebt im Jetzt und Hier! Die Musik jedenfalls passt bestens dazu (Magic Mile Music).

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