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Reisetipps für Japan

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Wer mit einem Japaner spricht, merkt schnell, dass andere Umgangsformen gelten. BizTravel sagt, auf welche Benimm-Regeln Sie auf Geschäftsreise achten sollten.

In Japan gibt es 600 Arten, Nein zu sagen. Das macht es für Ausländer doppelt schwer: Einerseits kann man den harmoniesuchenden Japaner mit einem schroffen Nein tief verletzen. Andererseits kann man eine indirekte Ablehnung meist kaum erkennen. Und wer mit einem Japaner spricht, merkt schnell, dass andere Regeln gelten. Während sich Spanier munter ins Wort fallen und Deutsche direkt ans Gesagte anschließen, vergehen in Japan bis zu drei Sekunden zwischen den Redeabschnitten. Der Grund: Japaner halten sich vornehm zurück. Die Pausen sollen sagen: Man nimmt den anderen ernst.

Guter Rat für die Dienstreise

Begrüßung: Schulterklopfen, Begrüssungskuss, gar Händeschütteln sind in Japan unüblich. Korrekt ist eine leichte Verbeugung mit geradem Rücken. Dabei gibt es feine Unterschiede: Wer in der Hierarchie niedriger steht, verbeugt sich tiefer.

Visitenkarten: Für Japaner gelten sie als Teil der Persönlichkeit. Man überreicht sie förmlich mit beiden Händen – und nimmt sie auch so in Empfang. Dazu sich leicht verbeugen. Niemals die Karte gleich in die Gesäßtasche stecken.

Respekt erweisen: Die Karte sollte man eingehend studieren. Niemals als Notizzettel missbrauchen oder knicken.

Tischsitten: Schlürfen, vor allem bei Suppen, ist (bei Männern) gern gesehen, da dies als Kompliment für den Koch verstanden wird. Reis- und Suppenschüsseln werden in die Hand genommen, und das Essen wird mit den Stäbchen in den Mund geschoben. So kleckert man weniger.

Stäbchen-Tabu: Die Stäbchen niemals senkrecht ins Essen stecken – dies ist Opfergaben für Tote vorbehalten.

Manieren: Naseputzen in der Öffentlichkeit ist verpönt. Bei Gelegenheit die Toilette aufsuchen.

Abstand halten: Die große Verbrüderung mit Schulterklopfen mögen Japaner gar nicht. Emotionale Ausbrüche betrachten sie als ungehobelt. Im Land der aufgehenden Sonne herrschen strenge Regeln im Umgang miteinander.

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