Business Knigge

Reisetipps für Italien

Annika Heine

Bei geschäftlichen Gesprächen in Italien kann es schon mal lauter werden. Unhöflich ist das nicht, es gehört einfach dazu.

Denn Italiener sind nicht nur im Privatleben impulsiv und ausschweifend. Die große Geste darf auch beim Geschäftstreffen nicht fehlen. Und wenn mal alle durcheinanderreden? Kein Problem – einfach mitreden. Denn kürzere oder längere Gesprächspausen mag man im Land von Mama, Mona Lisa und der Mafia gar nicht. Genauso wenig übrigens wie ein ungepflegtes Auftreten. Italiener reklamieren schließlich für sich, stets mode- und trendbewusst aufzutreten. Da heißt es als deutscher Geschäftspartner mithalten – und die Sonnenbrille nicht vergessen!

Guter Rat für die Dienstreise nach Italien

Pünktlichkeit: Wer Geschäfte in Italien machen will, sollte pünktlich zu seinem Termin erscheinen. Wobei der Gesprächspartner selbst nicht immer zum exakt vereinbarten Zeitpunkt erscheinen muss.

Begrüßung: Man begrüßt sich mit Handschlag und einem intensiven Blickkontakt. Frauen sollten Männern zuerst die Hand reichen. Viel Wert wird bei der Anrede auf Status und Titel wie Dottore oder Advocato gelegt.

Small Talk: Familie, Fußball und Ferrari – mit diesen Themen liegt man immer richtig. Auch wer sich mit italienischen Filmen, Literatur und Architektur auskennt, kann punkten.

Tischsitten: Essen gilt als gesellschaftliches Ereignis und dauert entsprechend lange. In „besseren“ Restaurants auf keinen Fall nur Pizza oder Pasta bestellen. Das Abendessen wird mit einem Kaffee oder Espresso beendet, nie mit einem Cappuccino. Geschäftliche Themen sollten beim Business Lunch bis zum Kaffee abgeschlossen sein.

Tabu-Themen: Gespräche über den Zweiten Weltkrieg sollte man genauso meiden wie Anmerkungen zur Mafia und zur katholischen Kirche.

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