Business Knigge für den Orient

Auf Dienstreise in arabische Länder

Oman Society

Spätestens seit dem so genannten Karikaturenstreit wissen wir: Mit Religion ist nicht zu spaßen. Auch auf Dienstreise sollten Mitarbeiter dieses Wissen beherzigen.

Leider gibt es viele Vorurteile über Araber und deren Mentalität, häufig geprägt durch Hollywood- Filme wie „Lawrence von Arabien“. Wer in den Ländern am Golf auf Geschäftsreise war, wird sicher bemerkt haben: Mit der Realität hat dieses Bild wenig zu tun.

Dennoch gilt mehr als sonstwo: politische und religiöse Themen möglichst meiden. In einigen, sehr islamisch geprägten Ländern wie Katar, Oman, Saudi-Arabien und Kuwait dürfte das freilich schwer fallen, denn anders als bei uns lassen sich Alltag und Glaube nicht voneinander trennen. Für den gläubigen Muslim sind Religion, Glaube, Moral und Politik unlösbar verquickt. Fazit: Gute Kenntnisse über den Islam helfen, sich vor Ort zurechtzufinden.

Sitten und Gebräuche

Tabus: Im Verlauf des Fastenmonats Ramadan sollte man nicht ostentativ speisen und trinken. Mäßigung in allen Lebensbereichen ist angesagt.

Rollenverteilung: Frauen spielen selbst in modernen Staaten am Golf eine untergeordnete Rolle. Das macht sich auch in den Einreisebestimmungen bemerkbar: In Saudi-Arabien werden etwa Geschäftsreisevisa in der Regel nur für männliche Reisende ausgestellt. Auch dürfen in Saudi-Arabien Frauen kein Auto fahren, in Büros fehlt oft die Damentoilette.

Kleidung: Frauen sollten Kleider und Röcke tragen, die deutlich über das Knie reichen, wenn sie sich zu einer Dienstreise in arabischen Ländern aufhalten. Blusen und Jacken sollten über die Ellbogen gehen, hochgeschlossene Ausschnitte sind Pflicht.

Körpersprache: Weil die linke Hand als unrein gilt, benutzt man zur Begrüßung und zum Essen immer die rechte. Zum Zeigen sollte man die gestreckte Hand benutzen, nicht den Zeigefinger.

Mahlzeiten: Vor und nach dem Essen wäscht man sich die Hände. Sitzt ein Gast vor leerem Teller, wird immer wieder nachgefüllt. Das Essen gilt als beendet, wenn sich der Gastgeber von Tisch erhebt.

Quelle: http://www.companytip.de

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