Barrierefrei reisen

Behindert auf Dienstreise

Mit dem Rollstuhl am Flughafen: Noch mangelt es an nötigen Angeboten.
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Mit dem Rollstuhl am Flughafen: Noch mangelt es an nötigen Angeboten.

Eine halbe Million Geschäftsreisen wird jährlich von Behinderten unternommen. Doch an Angeboten für Menschen mit Handicap mangelt es noch. Wie und wo man fündig wird.

Ambitioniert hingegen sind die Ziele, die Deutschland verfolgt. So will die Bundesregierung mit dem Projekt „Tourismus für alle“ bis 2013 einheitliche Qualitätsmerkmale und eine klare Kennzeichnung für barrierefreies Reisen entwickeln. Zwar steht dabei der Urlaub im Vordergrund und soll Barrierefreiheit ein „Markenzeichen des Tourismus in Deutschland“ werden. Doch davon profitieren auch Geschäftsreisende.

Positive Beispiele gibt es längst. Städte wie Düsseldorf wenden sich mit speziellen Broschüren an Behinderte, Länder wie Bayern haben eigene Internet-Portale gestartet, und etliche Dienstleister bieten einen umfassenden Betreuungsservice. Der Normalfall sind solche Angebote aber noch nicht.

Service der Airlines und Airports

Guter Service: Die großen Flughäfen und die meisten Fluggesellschaften bieten einen umfassenden Service. Eine EU-Richtlinie verlangt von den Airports, eine optimale und zusatzkostenfreie Betreuung zu gewährleisten. Allerdings müssen sich gehbehinderte Gäste mindestens 48 Stunden vor Abflug melden und über ihre Behinderung und individuellen Bedürfnisse informieren.

Gepäck: Rollstühle und anderes medizinisches Gerät sollten mindestens acht Stunden vor Abflug reserviert werden. Airlines müssen nur Elektrorollstühle mit Trockenbatterie (abgeklemmt) befördern, nicht aber solche mit Nassbatterie.

An Bord: Gehbehinderte Menschen dürfen weder am Notausgang noch auf einem Gangplatz sitzen. Behindertengerechte Toiletten gibt es nur in sehr seltenen Fällen. Langstreckenflüge sind daher eine hohe Belastung für Menschen mit Handicap.

Fremec-Karte: Manche Fluggesellschaften bieten für Behinderte eine sogenannte Fremec-Karte, in denen der Arzt festhält, welche Hilfen der Passagier benötigt. Das erleichtert die Abfertigung.

EU kritisiert Fluglinien

Gerade erst bemängelte die EU-Kommission, dass Airlines in Europa immer wieder behinderte Passagiere abweisen – obwohl seit 2008 eine EU-Richtlinie dies verbietet. Manche Fluggesellschaften fordern ein Attest oder weigern sich, Rollstühle gratis mitzunehmen. Das jedoch müssen sie. Andere Airlines verlangen eine Begleitperson. Doch auch das ist nicht statthaft, sofern die behinderte Person selbstständig zurechtkommt. Der Bedarf an Angeboten speziell für mobilitätseingeschränkte Geschäftsreisende ist vorhanden. Bereits vor gut 15 Jahren ging eine Studie des Hotelverbandes Dehoga von jährlich einer halben Million Business Trips aus, die von Schwerbehinderten unternommen werden. Dabei dürfte die Zahl jener, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, steigen – auch aus demografischen Gründen.

„Die Menschen im Westen werden immer älter, zugleich verlängert sich ihre Lebensarbeitszeit. Dadurch sind vermehrt Mobilitätsangebote für Reisende jenseits der 60 Jahre gefordert“, sagt HRG-Deutschlandchef Matthias Warns. „Travel Manager werden künftig verstärkt auf eine altersgerecht gestaltete Infrastruktur bei Fluggesellschaften, Hotels und Kongresszentren achten.“

Zu viele Stufen, zu enge Türen

Daran mangelt es nach wie vor. Einer Untersuchung des Wirtschaftsministers zufolge reisen Behinderte 20 Prozent weniger als die deutsche Gesamtbevölkerung. Fast die Hälfte von ihnen wäre häufiger unterwegs, wenn es mehr barrierefreie Angebote gäbe. Als größte Probleme gelten Stufen und ungeeignete sanitäre Einrichtungen. Enorme Schwierigkeiten machen Reisen ins Ausland, und stärker als im Durchschnitt spielt bei Behinderten das Hotel die dominierende Rolle.

Ein Bereich, der leider „kritisch zu beurteilen ist“, wie Annerose Hintzke vom Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität (IbGM) des Sozialverbandes VdK sagt: „Die Auswahl ist viel zu gering, vor allem immer dann, wenn Stufenlosigkeit, breite Türen, geeignete Bewegungsflächen im Bad und eine ebenerdige Dusche für Gäste mit Rollator oder Rollstuhl vonnöten sind.“ Selbst Vier- und Fünf-Sterne-Häuser bieten hier nicht unbedingt mehr als andere Betriebe. „Außerdem“, so Hintzke, „besteht ein Mangel an einzeln nutzbaren Betten im Doppelzimmer, etwa für Gäste, die eine Assistenzperson dabeihaben und mit dieser das Doppelbett nicht teilen möchten.“ Zwar gibt es häufiger Nachbarzimmer mit Durchgangstür – dann aber wird in aller Regel der Preis für zwei Einzelzimmer fällig.

Vorreiter in diesem Segment sind skandinavische Hotels wie Scandic. Aber auch deutsche Betriebe haben sich inzwischen mit Behindertenverbänden wie dem IbGM auf einheitliche Kennzeichnungen verständigt, und sogar manch eine Kette geht mit gutem Beispiel voran.

Auf jedes Detail achten

Dabei ist es für gehbehinderte Menschen sehr viel aufwendiger als für andere, eine Reise vorzubereiten. Denn selbst wenn sich ein Hotel als „behindertenfreundlich“ bezeichnet, heißt dies nicht, dass das Haus allen Erwartungen entspricht. So mögen die Türen zwar breit genug und die Dusche ebenerdig sein – aber die zwei Stufen zum Frühstücksraum hat der Hotelier „vergessen“.

Hotel-Angebote

Genau recherchieren: Zwar nennen sich etliche Hotels „behindertengerecht“ – doch längst nicht immer sind sie es. Zuverlässiger sind die Infos auf den Tourismus-Internet-Seiten mancher Länder (Bayern, Brandenburg) oder Städte (Düsseldorf, Frankfurt). Am besten immer selbst fragen, wie breit die Türen und Aufzüge sind oder ob die Toiletten mit Griffen ausgerüstet sind. Checkliste unter www.myhandicap.de

Vorreiter: Gemeinsam mit dem Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität des VdK kennzeichnen die Intercity-Hotels als erste deutsche Kette ihre Häuser in den Kategorien B (an Rollstuhl gebunden), A (zeitweise auf Rollstuhl angewiesen) und Ai (leichte, genau erläuterte Abweichungen von A). Andere Ketten wie Radisson, Park Inn, Lindner, Ramada, Maritim oder Ibis weisen bei jedem ihrer Hotels darauf hin, ob diese barrierefrei sind, und für Ketten wie Scandic gehört die Behinderteneignung sogar zur Philosophie. Auch Tagungshotelanbieter Commundo setzt in allen acht Häusern auf Barrierefreiheit. Spezialist ist die Hotelgruppe Embrace mit 35 Häusern, in denen auch Behinderte und Nichtbehinderte arbeiten.

Annerose Hintzke rät daher, sich bei Dritten über die tatsächliche Barrierefreiheit des Anbieters zu informieren. Das sind zum Beispiel Tourismus-Marketing-Organisationen, die nur solche Häuser auf ihren Web-Seiten empfehlen, die von Prüfern für gut befunden wurden. „Pioniere sind die Länder Bayern und Brandenburg“, lobt Hintzke. Allerdings ist die Zahl der Angebote meist gering.

Bittere Bilanz: „Manchmal muss man sich darauf einrichten, gar nicht am Geschäfts- oder Tagungsort übernachten zu können, sondern deutlich weiter davon entfernt“, berichtet Hintzke, „weil zum Beispiel nur dort eine Toilette von der richtigen Seite aus mit dem Rollstuhl anfahrbar ist.“

Das gilt erst recht für Tagungshotels. Zwar sollten Häuser mit barrierefreien Zimmern auch über schwellenlose Meetingräume verfügen, doch hier gilt: immer konkret beim Hotel nachfragen! Gibt es in der Lobby ein behindertengerechtes WC? Gelangen auch Gehunfähige in Business Center und Restaurant? Wie steht es mit Rampen zur Terrasse oder mit Leihrollstühlen? Das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit und die Agentur K-Produktion bieten Checklisten und helfen bei der Organisation entsprechender Events. Selbst auf Kleinigkeiten gilt es zu achten. Schon ein großer flauschiger Teppich ist für Rollstuhlfahrer ein Graus.

Recht zufrieden zeigen sich die Sozial- und Behindertenverbände mit dem Service der Flughäfen. Die großen deutschen Airports bieten auf ihren Websites ausführliche Informationen an, und der Frankfurter Flughafen hat gemeinsam mit der Lufthansa das Unternehmen Fra-Care-Services gegründet, das für gehbehinderte Passagiere einen kostenlosen Betreuungsservice bereithält.

Hauptübel an Bord: Gehunfähige Passagiere können nicht die Bordtoilette aufsuchen – sie ist zu klein. Nur in seltenen Fällen lassen sich zwei Kabinen zu einer einzigen zusammenführen. Annerose Hintzke: „Das heißt für Betroffene, dass außer Kurzstrecken alle Flüge eine hohe Belastung darstellen oder gar nicht infrage kommen.“ Hinzu kommt: „Gerade diese Fluggäste verbringen die meiste Zeit an Bord, da sie in der Regel als Erste in den und als Letzte aus dem Flieger gebracht werden.“

„Verstehen, was Behinderte brauchen“

Interview mit Annerose Hintzke vom Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität des VdK

Wie sollten sich Gehbehinderte auf eine Geschäftsreise vorbereiten?Für Reisen mit der Bahn oder mit dem Flugzeug sollten sie auf den Websites der Anbieter recherchieren. Nötige Infos finden sich meist in der Rubrik „Service“. Wer Unterstützung braucht, sollte seinen Hilfebedarf bei der Anmeldung angeben.

Wie lassen sich geeignete Hotels finden?Auch hier gilt, nichts dem Zufall zu überlassen. Denn als „behindertengerecht“ ausgewiesene Hotels entsprechen oft nicht den Erwartungen. Selbst der Begriff „barrierefrei“, dem Baunormen zugrunde liegen, wird nicht zuverlässig verwendet. Gute Auskünfte gibt es meist über Dritte; Vorreiter sind etwa Bayern und Brandenburg, die Infos auf ihren Tourismus-Internetseiten bereithalten. Ansonsten hilft nur: die Hotels anrufen und alle wichtigen Einzelheiten selbst abfragen.

Sind Sie denn in Kontakt mit den Geschäftsreise-Anbietern?Gerade haben wir unsere Zielvereinbarung für barrierefreie Angebote aktualisiert, die wir 2005 gemeinsam mit den Hotelverbänden Dehoga und IHA erarbeitet haben. Sehr aktiv engagieren wir uns gemeinsam dafür, dass Hotels diese Mindestanforderungen für gehbehinderte, gehunfähige, blinde, schwerhörige und gehörlose Gäste umsetzen. Zudem entwerfen wir mit dem Deutschen Seminar für Tourismus derzeit eine einheitliche Kennzeichnung für barrierefreie Angebote, und auch mit der Bahn gibt es eine sehr konstruktive Zusammenarbeit.

Was sollten Anbieter leisten können?Mobilitätseingeschränkte Gäste sind auf präzise, zutreffende, verlässliche Information angewiesen. Dazu müssen Anbieter wie Hotels verstehen, was behindertenbedingt abgefragt wird. Auch Infos über barrierefreie ÖPNV-Angebote, Wellness und Rollstuhl-Reparaturservice gehören dazu. Dabei kann guter Service für gehbehinderte Menschen gelernt werden. Dazu brauchen wir eine Weiterbildung.

Fortschritte bei der Bahn

Lobende Worte gebühren der Bahn. Sie hat in den vergangenen Jahren eine Menge für Barrierefreiheit getan – kommt allerdings auch aus einem dunklen Tal: Noch in den 70er-Jahren reisten Behinderte im Gepäckwagen mit. Heute halten die größeren Bahnhöfe Hublifte bereit, die beim Einstieg in Fernzüge helfen. Neue ICE sollen in Zukunft sogar über eigene Rampen verfügen.

Service der Bahn

Hilfe beim Einstieg: Hublifte oder Rampen finden sich an fast allen deutschen Fernverkehrsbahnhöfen; im Nahverkehr verfügen inzwischen etliche Züge über derartige Hilfen. Dennoch sind längst nicht alle kleinen Bahnhöfe barrierefrei. Zudem hilft Service-Personal beim Ein- und Aussteigen, wobei die Service-Zeiten begrenzt sind (oft 20 Uhr). Betroffene sollten vor der Reise bei der Mobilitätsserice-Zentrale anrufen: Tel. 0180 - 5 512 512 bzw. Mail: msz@deutschebahn.com. Über die Zentrale lassen sich die passenden Züge heraussuchen und geeignete Sitzplätze und Stellflächen direkt buchen – bevorzugt in der Nähe eines behindertenfreundlichen WC. Der Vorlauf beträgt mindestens 24 Stunden. www.bahn.de/barrierefrei

Günstigere Preise: Für die Bahncard 50, 2. Klasse, zahlen Behinderte mit GdB 70 statt 230 Euro 118. Die nötigen Formulare gibt es in den DB-Reisezentren. Sämtliche Regionalzüge und S-Bahnen können – mit Schwerbehindertenausweis und Wertmarke – sogar kostenfrei genutzt werden. Auch die Sitzplatzreservierung im Fernverkehr ist kostenfrei (Behindertenausweis B).

Als problematisch stellen sich kleine Bahnhöfe heraus, die entweder gar nicht barrierefrei zu erreichen sind oder in denen der Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteigkante für Gehunfähige nicht zu bewältigen ist. Immerhin: „Die Bahn arbeitet daran“, sagt Hintzke. Eine weitere Schwierigkeit betrifft Geschäftsreisende: Nur während sogenannter Kernzeiten stellt die Bahn Service-Personal bereit, das beim Ein- und Aussteigen hilft. Wer erst nach 20 Uhr vom Termin zurück ist, der hat schlechte Karten.

Fortschritte in Sachen Barrierefreiheit haben inzwischen viele Destinationen gemacht. So haben sich acht Regionen und Städte zur AG Barrierefreie Reiseziele in Deutschland zusammengeschlossen. Für Geschäftsreisende dürften davon allerdings nur Erfurt und Magdeburg interessant sein. Manche Großstädte wie Düsseldorf, Hannover oder Frankfurt haben Stadtführer speziell für Menschen mit Handicap erstellt oder listen online alle behindertengerechten Hotels, Restaurants, Museen und Theater.

Um die Barrierefreiheit voranzubringen, sind mehrere Verbände aktiv. Zu den größten Initiativen gehört die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für alle (NatKo), zu der sich 1999 zehn Behindertenorganisationen vereinigt haben. Sie berät Hotels, Städte und startet mit ihnen – wie etwa mit Düsseldorf – Projekte. Gemeinsam mit dem Deutschen Seminar für Tourismus entwickelt die NatKo derzeit eine Kennzeichnung für barrierefreie Anbieter. In all diesen Projekten und in vielen Kooperationen ist das Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität des Sozialverbandes VdK aktiv.

Dabei braucht es nicht immer großartige bauliche Veränderungen, um behindertenfreundlich zu sein. Manchmal genügt schon ein wenig gesunder Menschenverstand. Dazu gehört die richtige Position der Kaffeetasse am Frühstückstisch ebenso wie die aufmerksame Rezeptionistin, die hinter ihrem hohen Tresen hervorkommt, um dem Rollstuhlfahrer die Formulare samt Unterlage zum Unterschreiben zu geben.

„Airlines kompetent und hilfsbereit“

Gespräch mit einem Betroffenen

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Reisen vor?Beim Hotel und bei Restaurants rufe ich vorher an und frage für mich wichtige Details ab – etwa, ob am WC ein doppelseitiger Griff vorhanden ist. Denn selbst wenn eine Einrichtung sich als barrierefrei bezeichnet, heißt das nicht, dass wirklich alles vorhanden ist, was ich speziell benötige.

Welche Erfahrung machen Sie?Barrierefrei sind inzwischen etliche Häuser; meistens mangelt es an Angeboten im sanitären Bereich. Mich selbst nervt es, wenn ich bei meinen Anrufen immer wieder nach dem WC frage – aber leider ist es das größte Problem. Es kommt auch vor, dass Häuser, die nicht behindertengerecht sind, dies mit Denkmalschutz begründen. Da mangelt es manchmal an Fantasie. Sehr gute Erfahrungen mache ich beim Frühstücksbüfett: Das Personal ist immer sehr nett und zuvorkommend. Ob am Büfett oder bei Getränken – mir wird problemlos alles gebracht.

Wie steht es um die Airlines?Die Helfer an den Flughäfen sind ausgesprochen freundlich, und an Bord der Maschinen gibt es Reihen, in denen Plätze für Behinderte vorgesehen sind. Schon kurz nach der Buchung gebe ich bei der Airline an, welche Hilfe ich benötige, und es klappt immer reibungslos. Für den Check-in muss ich etwa zwei Stunden vor Abflug da sein: Ein Vorab-Check-in, etwa online, geht leider nicht, da der eingesetzte Jettyp und damit die Behindertensitze mitunter erst kurzfristig feststehen.

Benutzen Sie den Nahverkehr?Eher das Taxi. Deren Fahrer sind geübt im Umgang mit Behinderten, da sie auch Krankenfahrten machen. Busse sind aber auch recht problemlos, die Fahrer helfen gern. Bei U- oder S-Bahnen können kaputte oder fehlende Aufzüge ein Problem sein. Entweder fahre ich dann eine Station weiter, wo es einen funktionsfähigen Lift gibt, oder ich bitte Mitmenschen um Hilfe. Viele haben allerdings Panik, sie könnten etwas falsch machen.

Bleibt die Bahn ...Da ist ein Helfer ganz wichtig, denn die Zeit, die ein Zug am Bahnhof hält, ist zum Aussteigen etwas knapp. Die Mitreisenden sind zwar sehr hilfsbereit, aber ich möchte niemandem zumuten, mich im Rollstuhl über die tiefen Stufen der Züge zu heben.

Das heißt, bei Geschäftsreisen muss auch das Travel Management auf eine Menge achten.Ich werde in unserer Firma toll unterstützt. Die Assistenz und das Eventmanagement suchen automatisch barrierefreie Hotels und Locations aus, wenn ich auf einer Tagungsreise dabei bin. Und: Ich darf entgegen unserer Reiserichtlinie mit dem Auto statt mit der S-Bahn zum Flughafen fahren – eine große Erleichterung!

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1.
Erika Strauss
Erstellt 2. März 2020 13:45 | Permanent-Link

Ich hatte Ärger bei 2 Flügen mit Lufthansa. Vor mir saßen große übergewichtige Personen, die dann die Sitze in Liegeposition stellten und praktisch über mir lagen, so daß ich nicht mehr aufstehen, oder zur Toilette gehen konnte. Die Crew war unfreundlich, und konnte angeblich nichts machen. Eine Meldung an LH wurde diesbezüglich abgeblockt, keine Stellungnahme. Wo kann ich mich hinwenden. Habe Behinderten Ausweis u. wurde mit Rollstuhl gebracht, kann mich aber frei bewegen. Bin 80 Jahre.

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