VDR-Kritik an DB

„Bahn stellt nicht mehr alle Tarife ein“

Der Verband beklagt, dass Travel Manager im Geschäftsreiseportal Bahn-Business nicht mehr Zugriff auf alle Raten der Bahn haben. Ein Beispiel sei der Sparpreis.

Zu den zentralen Anliegen von Travel Managern zählt die Forderung nach Full Content, also der Zugriff auf alle verfügbaren Tarife eines Leistungsträgers. Im Airline-Bereich ist dies schon lange Makulatur. Bei der Deutschen Bahn (DB) war das bisher kein Problem. Jetzt aber droht auch hier der Verlust von Full Content. Das beklagt zumindest der VDR.

Anlass für die Klagen des Geschäftsreise-Verbands sind die neuen DB-Tarife für Firmenkunden. So kann der normale DB-Flexpreis auf dem Geschäftsreise-Portal Bahn.Business im Gegensatz zum teureren Flexpreis Business durch die Bahn ausgeblendet werden. Auch können die Firmen über die Plattform keinen Sparpreis mehr buchen. Dabei ist dieser stornierbar – anders als der für Business Traveller besonders wichtige neue Super-Sparpreis.

Die Bahn argumentiert wie folgt: Die Gutschrift nicht abgefahrener Sparpreis-Tickets in Form eines Gutscheins passe nicht mehr in automatisierte Reiseprozesse der Unternehmen. Eine Gutscheinverwaltung wäre für die Firmen zu aufwändig. Auch hätten Berechnungen gezeigt, dass durch den Wegfall des Sparpreises kein Preisnachteil entstünde, denn es gebe ja als Alternative den neuen Super-Sparpreis.

An den Bedenken des VDR ändert dies nichts. Auch weil Firmenkunden trotz DB-Beschwichtigungen höhere Kosten und negative Folgen für die eigene Prozesssteuerung befürchten: Sie sehen die Gefahr, dass Reisende zur Buchung des Sparpreises das Firmenportal verlassen und den Tarif direkt bei Bahn.de buchen könnten. (MAJ)

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