VDR-Geschäftsreise-Analyse

Zahl der Geschäftsreisen auf Rekordniveau

Fleißig unterwegs: Deutsche Unternehmen schickten 2018 mehr Mitarbeiter auf Dienstfahrten als noch ein Jahr zuvor.
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Fleißig unterwegs: Deutsche Unternehmen schickten 2018 mehr Mitarbeiter auf Dienstfahrten als noch ein Jahr zuvor.

Mehr Dienstfahrten, mehr reisende Mitarbeiter, steigende Ausgaben – die Geschäftsreise-Aktivitäten in deutschen Unternehmen und Behörden ziehen trotz eines verlangsamten Wirtschaftswachstums nach wie vor an. Das zeigt die aktuelle Geschäftsreise-Analyse des VDR.

53,5 Mrd. Euro haben hiesige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im vergangenen Jahr für Geschäftsreisen ausgegeben. Das ist ein Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2017. Die Zahl der Dienstfahrten legte um 1,1 Prozent auf 189,6 Mio. Geschäftsreisen zu. Die Ausgaben stiegen damit laut Untersuchung des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) etwas stärker als die Anzahl der Reisen. Auch die Zahl der Reisenden legte um sieben Prozent auf zwölf Millionen zu, nachdem es ein Jahr zuvor hier noch einen leichten Rückgang gegeben hatte.

Die Zahlen der VDR-Geschäftsreise-Analyse zeigen, dass die hiesigen Unternehmen trotz internationaler Handelskonflikte und einer in Deutschland verlangsamten Wirtschaftsentwicklung zumindest bei den Geschäftsreisen noch nicht auf der Bremse stehen. Das belegen auch die um 3,2 Prozent auf 162 Euro gestiegenen Ausgaben pro Reisetag.

Die Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter dabei überwiegend im Inland auf Dienstfahrt.  Rund 90 Prozent der Geschäftsreisen finden in Deutschland statt. Dabei sind es vor allem die Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU), mit zehn bis 500 Beschäftigten, die ihre Mitarbeiter hierzulande auf Reisen schicken. Größere Unternehmen weisen dagegen einen höheren Anteil an Auslandsreisen auf – ihr Geschäft ist internationaler ausgerichtet.

Das erklärt auch die Unterschiede zwischen den KMU und Großunternehmen bei der Dauer der Geschäftsreisen. Während KMU-Mitarbeiter im Schnitt 1,6 Tage pro Geschäftsreise unterwegs sind, sind es bei Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern schon 2,2 Tage.

Bei den Ausgaben bilden die Übernachtungskosten mit 14,5 Mrd. Euro und einem Anteil von 27 Prozent laut VDR nach wie vor den größten Block. Es folgen die Ausgaben für Flug mit 11,2 Mrd. Euro (21 Prozent) und die Bahn mit zehn Mrd. Euro (19 Prozent). Für die Verpflegung endeten deutsche Unternehmen 208  etwa 7,4 Mrd. Euro (14 Prozent) auf, die Mietwagen-Buchungen schlugen mit 4,8 Mrd. Euro (neun Prozent) zu Buche. Auf die sonstigen Ausgaben entfielen 5,6 Mrd. Euro, was einem Kostenanteil von zehn Prozent entspricht.

Nach wie vor erfolgen 37 Prozent der Geschäftsreisen aus firmeninternen Anlässen. Eine durchaus  beachtlich hohe Quote angesichts moderner Web- und Videokonferenztechnik, aber insbesondere auch aufgrund der aktuellen Diskussion um Klima- und Umweltschutz.
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