Üble Sache

Eurowings streicht Kotztüten

BizTravel

Der Billigflieger ist voll auf Sparkurs. Nun rationiert die Lufthansa-Tochter einen weiteren Service: den kostenlosen Spuckbeutel.

Ganz schön übel: Nach den kostenlosen Snacks für den Smart-Tarif streicht Eurowings nun auch noch die Kotztüten an Bord der Flieger. Getreu dem Motto: Ohne Input kein Output.

Wobei es sich bei den Spuckbeuteln um keine Vollstreichung handelt: Immerhin eine Tüte pro Sitzreihe soll es noch geben. Geht es mal besonders turbulent zu, muss diese entweder herumgereicht werden, oder die Passagiere erleichtern sich gleich im Trio, Kopf an Kopf.

Allerdings ist auch dies nur möglich, wenn die Kotztüte nicht zuvor in die Hände eines Sammlers gefallen ist. Denn die Beutel sind – zumindest in nicht gefülltem Zustand – längst beliebte Sammelobjekte. Zum Leid der Aktiven verzichten aber auch andere Billigheimer auf das Teil oder ersetzen es durch ein unbedrucktes, weißes Standardtäschchen.

Alles in allem dürfte es sich bei dieser Sparmaßnahme daher um eine sehr schlechte Idee handeln. Der inzwischen verblichene Eurowings-Konkurrent HLX tobte sich auf seinen Tüten sogar noch poetisch aus und dichtete: „Ganz easy hier ryan!"
3 Kommentare Kommentieren
  1. Jan Lehmann
    Erstellt 29. August 2019 10:41 | Permanent-Link

    Ich finde das überhaupt nicht witzig - man kann es echt auch übertreiben mit dem Sparwahn ! Dann sollte man konsequenterweise auch den Teppichbelag in der Kabine weglassen - lässt sich besser reinigen, wenn dann mal einer mangels Tüte auf den Boden reihert. Nicht, daß es mir je passiert wäre, aber es gibt Standards, da sollte man nicht dran rütteln.

  2. Leo
    Erstellt 29. August 2019 10:43 | Permanent-Link

    Ihnen geht es nicht gut und müssen sich übergeben?

    Zur Kasse bitte

  3. Christian
    Erstellt 1. September 2019 13:57 | Permanent-Link

    Kotztüten sind immer ein schönes Thema für Glossen, aber ich kann Ihre Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn durch eine einfache Massnahme Geld gespart werden kann, spricht doch nichts dagegen, ggf. erst im Falle erwarteter Turbulenzen weitere Tüten auszuteilen. Wahrscheinlich hat man ausgewertet, wie oft diese überhaupt benötigt werden, was eine Teppichreinigung kostet etc. ;-)
    Übrigens sind Ihre "aktiven Sammler" juristisch gesehen schlicht nur Diebe fremden Eigentums. Kavaliersdelikt? Ja klar, wenn man den Wert einer Tüte bedenkt, aber es geht auch um die Logistik und jetzt bedenken Sie mal die Menge der von bewegten Flugsitze.

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