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Politiker fordern Nachtzug Berlin–Brüssel

Über Nacht zum Geschäftstermin – im Schlafwagen.
Harald Eisenberger/ÖBB
Über Nacht zum Geschäftstermin – im Schlafwagen.

Der Zug soll nach den Vorstellungen einer Parlamentarier-Initiative ab Juli 2020 verkehren. Firmen, Verbände und Behörden sollen ihn statt des Flugzeugs nutzen.

Die Europa-Abgeordneten Hannah Neumann (Grüne), Hildegard Bentele (CDU), Gabriele Bischoff (SPD) und Martina Michels (Linke) appellieren an Angela Merkel, ab Juli 2020 einen Nachtzug zwischen Berlin und Brüssel wieder aufzunehmen. Die Kanzlerin solle die "deutsche Ratspräsidentschaft dazu nutzen, das europäische Fern- und Nachtzugnetz weiter auszubauen", heißt es in einer Petition.

Die überparteiliche Initiative begründet ihr Vorgehen mit dem Klimaschutz. Wer mit dem Zug von Berlin nach Brüssel fahre, verbrauche lediglich 2,4 Kilogramm CO2. Mit dem Flieger seien es hingegen 480 Kilogramm.

Firmen, Verbände und Politiker, die nach Brüssel wollten, müssten bisher das Flugzeug nutzen, da der Zug nur tagsüber verkehre. Damit verlören sie im Vergleich zum Flug jedoch sechs bis acht Stunden Zeit. Nachts hingegen könnten sie schlafen.

Die Deutsche Bahn ist aus dem Nachtzuggeschäft ausgestiegen. Einige Linien wurden von den Österreichischen Bundesbahnen ÖBB übernommen, die die Strecken eigenen Angaben zufolge kostendeckend betreiben.
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