Trotz Klimadebatte

Immer mehr Deutsche fliegen

Nur sehr wenige Menschen würden aus Klimagründen auf Flüge verzichten.
Flughafen München/Bernd Ducke
Nur sehr wenige Menschen würden aus Klimagründen auf Flüge verzichten.

Sowohl Lufthansa als auch Easyjet verkünden steigende Passagierzahlen – im Privat- und Geschäftsreise-Bereich. Den Airlines macht allerdings der Trend zum Billigticket zu schaffen.

Meldungen vom Wochenende zufolge erwartet die Lufthansa für 2019 ein erneutes Wachstum ihrer Passagierzahlen: Carsten Spohr nannte der "Neuen Zürcher Zeitung" ein erwartetes Plus von vier Prozent. Der sogenannte Greta-Effekt – benannt nach der schwedischen Schülerin – bliebe ohne jeden Effekt, so der Lufthansa-Boss.

Genau das Gegenteil sei der Fall. Neben der steigenden Zahl an Geschäftsreisen stiegen auch immer mehr Deutsche für ihre Urlaubsreise ins Flugzeug. Dieser Trend halte trotz der Klimadiskussionen an.

Mehr Geld für Atmosfair & Co

Auch Konkurrent Easyjet rechnet mit einem weiteren Wachstum. Im vorigen Jahr haben 90 Mio. Menschen Tickets für Flüge der Billig-Airline gekauft. Für dieses Jahr geht Deutschland-Chef Stephan Erler von noch mehr Passagieren aus.

Allerdings steigt auch die Zahl derer, die für ihre Flugreise einen Ausgleich an eine Non-Profit-Organisation wie Atmosfair zahlen. Diese investiert das Geld in sogenannte Ausgleichsprojekte vor allem in der Dritten Welt, um den CO2-Ausstoß von Flügen oder Kreuzfahrten zu kompensieren. Allein im ersten Halbjahr 2019 nahm Atmosfair 7,5 Mio. Euro ein, doppelt so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Billig-Tickets in der Kritik

Im Gegensatz zur Klimadebatte macht Fluggesellschaften wie Lufthansa jedoch der Trend zum Billigticket in der Luftfahrt zu schaffen. Spohr kritisierte, wer Flugscheine für zehn Euro verkaufe, der handele sowohl umweltpolitisch unverantwortlich, als auch wirtschaftlich.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Heinz
    Erstellt 15. Juli 2019 10:21 | Permanent-Link

    Hören Sie endlich auf dieses peinliche Flug-Bashing zu befeuern ! Hätten die korrupten und unfähigen Politiker der Luffahrtindustrie (u.a.) gesetzliche Vorgaben gemacht wäre die Technik schon viel weiter ! Im übrigen ist der Luftverkehr nach wie vor global das GERINGFÜGIGSTE Problem. Nur eben das Hassobjekt von dummen Kreaturen und peinlichen Parteien wie den „Grünen“ mit ihren tollen „grünen“ Eisenbähnchen !

  2. Markus Nerlich
    Erstellt 29. Juli 2019 10:44 | Permanent-Link

    Fliegen ist für gerade einmal 2,83 % des Co2 Ausstoß verantwortlich. Hinzu kommt, das die Flugbranche die einzigen sind, die Ihre Hausaufgaben bisher gemacht haben. Wo ist den die E-Mobilität der Autobranche angekommen? Wo ist der Energie Wandel?
    Fliegen ist sicher nicht umweltfreundlicher als andere (bodengebundene) Mobilität. Aber es gibt eben auch keine (wirklichen) Alternativen. Die Bahn ist kaputt gespart. was bringt es den, mit billigeren Bahnticket noch mehr Menschen auf ein ohnehin schon völlig überlastetes Transportsystem zu packen? Die Deutsche Bahn ist nicht in der Lage, auch nur annähernd ihre Aufgaben zu erfüllen.
    Ich würde von der Politik mehr Objektivität und Sachverstand erwarten. Und ganz besonders vernünftige Lösungen die auch Bestand haben und vor allem in einem Überschaubaren Zeitrahmen umsetzbar sind.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats